Werder-Coach Anfang: "Ich hasse es, Spiele nicht zu gewinnen"

Anfang: "Wir sehen die guten Ansätze, müssen aber an uns arbeiten"

Video vom 29. Juli 2021
Werder-Trainer Markus Anfang brüllt über den Platz.
Bild: Imago | Joachim Sielski
Bild: Imago | Joachim Sielski

Für den Bremer Trainer bedeutet Werders Auswärtsspiel in Düsseldorf die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Seine Heimfahrt steht jedoch unter keinem guten Stern.

Die Wurzeln von Werder-Trainer Markus Anfang liegen im Rheinland. In Köln ist er geboren und aufgewachsen, für Fortuna Düsseldorf lief er als Spieler erstmals in der Bundesliga auf. Wenn seine Bremer am Samstag also bei seinem Ex-Klub antreten (Samstag, 20:30 Uhr), kehrt er in seinem ersten Auswärtsspiel als Werder-Coach an seine alte Wirkungsstätte zurück. Heimatliche Verbundenheitsgefühle kommen aber keine bei ihm auf, wie Anfang in einer Pressekonferenz am Donnerstag erklärt. Im Gegenteil.

Es gibt einige im Verein, die ich aus meiner aktiven Zeit noch kenne. Aber ich bin Trainer von Werder Bremen und fahre dorthin, um das Spiel zu gewinnen. Das ist meine Aufgabe.

Werder-Trainer Markus Anfang bei einer Pressekonferenz am Donnerstag

Die Bremer erspielen sich zu wenig Torabschlüsse

Nach dem eher mauen 1:1-Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Hannover hat sich die Aufbruchsstimmung, die sich zwischenzeitlich rund ums Weser-Stadion ausgebreitet hatte, weitgehend wieder gelegt. Nach Abpfiff gab es sogar Pfiffe für die Grün-Weißen, was früher, also vor Corona-Zeiten, in Bremen fast schon verpönt war. Auch Anfang war nicht glücklich mit der Leistung seines Teams. "Wir müssen mehr Abschlüsse ziehen und konsequenter bis zur letzten Minute verteidigen", so der Werder-Coach, der vor allem in der Offensive gehörigen Nachholbedarf ausmachte.

Wir hatten viele Situationen, in denen wir es klarer hätten ausspielen können. Im Ansatz war das gut, aber da ist zu wenig bei rausgekommen. Das müssen wir uns ankreiden.

Werder-Trainer Markus Anfang bei einer Pressekonferenz am Donnerstag

Werder plagen Personalsorgen

Markus Anfang dribbelt als Spieler im Trikot von Fortuna Düsseldorf über den Platz.
Markus Anfang lief als Spieler unter anderem für Fortuna Düsseldorf auf. So auch gegen Borussia Dortmund im April 1996. Bild: Imago | Uwe Kraft

Trotz der dürftigen Darbietung hätten laut Anfang einige Akteure auch Selbstvertrauen tanken können. Namentlich etwa Michael Zetterer, der sein Debüt im Werder-Tor gab, oder Niklas Schmidt, der erstmals im Dress der Grün-Weißen von Beginn an auflief. "Man holt sich Selbstvertrauen nicht nur über Ergebnisse", so Anfang. Ohnehin zeige seine Mannschaft in den Traningseinheiten, dass sie "sehr willig" sei. Glaubt man den Worten ihres Trainers, geht Anfang mit gutem Beispiel voran: "Ich will jedes Spiel, das ich mache, gewinnen. Ich hasse es, Spiele nicht zu gewinnen", betont der 47-Jährige.

Ob die Bremer ausgerechnet in Düsseldorf die ersten drei Punkte holen, erscheint fraglich. Auch weil bei Werder erneut einige Spieler ausfallen oder zumindest angeschlagen sind. Definitiv fehlen werden weiterhin die verletzten Nicolai Rapp, Leonardo Bittencourt, Jiri Pavlenka sowie EM-Rückkehrer Ludwig Augustinsson und Milos Veljkovic, der sich nach seiner Corona-Infektion noch in Quarantäne befindet. Auch Neuzugang Anthony Jung, dessen Frau ein Kind erwartet, fällt vermutlich aus. Ob Kevin Möhwald, Abdenego Nankishi und Eren Dinkci mitwirken können, steht hingegen auf der Kippe.

Ich wünsche der Fortuna immer recht viel Erfolg, aber jetzt wäre ich sehr glücklich, wenn sie am Ende mal leer ausgeht und wir unsere drei Punkte mitnehmen.

Werder-Trainer Markus Anfang bei einer Pressekonferenz am Donnerstag

Klaus Allofs vor dem Düsseldorf-Spiel über Werders "Extremsituation"

Video vom 26. Juli 2021
Klaus Allofs sitzt auf einem Stuhl im Düsseldorfer Stadion.
Bild: Imago | Laci Perenyi
Bild: Imago | Laci Perenyi

Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 29. Juli 2021, 18:06 Uhr