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Werder-Boss Bode über Geisterspiele: "Werden keinen Spieler zwingen"

Wie geht Werder mit Spielern um, die angesichts der Corona-Gefahr besorgt um ihre Gesundheit sind? Aufsichtsratschef Marco Bode hat es uns verraten.

Video vom 3. Mai 2020
Der Vorsitzende des Werder Bremen Aufsichtsrates Marco Bode im Sportblitz-Studio.
Falls sich ein Bremer Spieler Sorgen um die Gesundheit machen sollte und deshalb nicht spielen möchte, würde der Klub ihn nicht zwingen. Das verriet Aufsichtsratsboss Marco Bode. Bild: Radio Bremen

Die Angst vor dem Coronavirus macht auch vor den Fußball-Profis nicht halt. Aber wie würde Werder Bremen reagieren, falls ein Spieler auch bei möglichen Geisterspielen Angst vor Ansteckung hat und nicht spielen möchte? Auf diese Frage gab Aufsichtsratschef Marco Bode bei buten un binnen mit sportblitz eine Antwort.

Wenn wir nochmal Spiele in dieser Bundesliga-Saison oder in der kommenden Hinrunde sehen wollen, brauchen wir hochmotivierte Profis, die nach wie vor in dieser Situation gewinnen wollen. Und das kann ich nicht tun, wenn jemand eigentlich nicht will. Jemanden zwingen werden wir aus meiner Sicht niemals.

Werders Aufsichtsratschef Marco Bode bei buten un binnen mit sportblitz

Immerhin seien die Spieler diejenigen, die das gesundheitliche Risiko auf dem Platz tragen. Ob das DFL-Konzept zur Vermeidung von Infektionen funktioniert, würden dabei die nächsten Wochen zeigen. Bode hat die Hoffnung, dass die Anzahl der infizierten Spieler bald gen Null geht. In Kreisen der Politik sieht er zumindest eine gewisse Bereitschaft, die Bundesliga zeitnah in Form von Geisterspielen fortzuführen.

Weiterer Gehaltsverzicht bei Werder möglich

Einher gehen mit der Corona-Krise bei Werder auch finanzielle Sorgen. Die Werder-Spieler verzichten daher aktuell auf einen Teil ihres Gehalts. Dieser soll sich auf zehn oder 20 Prozent belaufen. "Alle verdienen in diesem Jahr bereits deutlich weniger, als sie eingeplant hatten", erklärte Bode. Und auch die Bereitschaft auf einen weiteren Verzicht sei vorhanden, sofern sich die Situation für Werder noch weiter verschlimmere.

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Autoren

  • Yannick Lowin
  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit sportblitz, 3. Mai 2020, 19:30 Uhr