Der Bremer Weser-Stadion GmbH droht die Zahlungsunfähigkeit

Wegen der Corona-Krise fehlen der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) sieben Millionen Euro. Der Senat will nächsten Dienstag diskutieren, ob Bremen einspringt.

Ein Blick auf das leere Spielfeld im Weserstadtion in Bremen.
Saisonunterbrechung und Spiele vor leeren Rängen: Die Bremer Weser-Stadion GmbH ist duch die Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten. (Archivbild) Bild: DPA | Andreas Gumz

Wegen der fehlenden Zuschauereinnahmen während der Corona-Pandemie droht der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) die Zahlungsunfähigkeit. Ein Senatssprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag einen entsprechenden Bericht des "Weser-Kurier". Die Zeitung zitiert aus einer Entscheidungsvorlage für die Sitzung des Bremer Senats am kommenden Dienstag, in der es heißt, dass die BWS ohne finanzielle Unterstützung "zum Jahresende zahlungsunfähig und zum Ende des Geschäftsjahres bilanziell überschuldet" wäre.

Die Stadion-GmbH gehört je zur Hälfte dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und der städtischen Wirtschaftsförderung Bremen. Beide Gesellschafter sollen nun jeweils 3,5 Millionen Euro bereitstellen, "um die Weserstadion GmbH liquide zu halten".

Werder-Geschäftsführer: Klub schwebt nicht in Insolvenzgefahr

Der "Weser-Kurier" berichtet auch über die finanzielle Lage von Werder Bremen. Laut Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry, der der Zeitung ein Interview gab, droht auch im Falle einer coronabedingten Saisonunterbrechung oder weiterer sogenannter Geisterspiele kein finanzieller Kollaps. Filbry sprach zwar von großen Herausforderungen – eine Insolvenzgefahr bestehe aber nicht. Um den Folgen der Coronavirus-Pandemie besser begegnen zu können, habe Werder einen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt. Sollte es dort zu keiner Lösung kommen, gebe es weitere Alternativen, so Filbry.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Oktober 2020, 19:30 Uhr