Kommt im Winter noch Bewegung in den Werder-Kader?

Corona, Transfers und Testspiel: So startet Werder Bremen ins neue Jahr

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Momentan ist es in Bremen ruhig, was mögliche Transfers betrifft. Dass sich daran noch etwas ändern könnte, ist eher unwahrscheinlich – aber auch nicht ausgeschlossen.

Die Pandemie hat Werder weiter fest im Griff. Auf aktuell fünf Spieler müssen die Bremer coronabedingt verzichten, darunter auch Leistungsträger wie Niclas Füllkrug und Milos Veljkovic. Ausfälle, die "natürlich wehtun", wie Werders sportlicher Leiter Clemens Fritz im Sportblitz sagt, und die der Verein um jeden Preis vermeiden will.

Wir sind extrem vorsichtig und haben die Spieler noch mal sensibilisiert. Man kann es zwar nicht komplett ausschließen, aber wir versuchen alles Mögliche.

Werders sportlicher Leiter Clemens Fritz im Sportblitz

Werder-Quartett fehlt gegen Düsseldorf

Neben Füllkrug und Veljkovic werden nach jetzigem Stand auch Jean-Manuel Mbom und Marco Friedl zu Werders Pflichtspielauftakt im neuen Jahr fehlen. Denn im Gegensatz zum ebenfalls erkrankten Mitchell Weiser endet die Isolation des Quartetts erst nach dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 15. Januar. Angesichts steigender Inzidenzen scheint es nicht abwegig, dass sich noch weitere Spieler infizieren könnten. Personell nachzulegen, dazu sehen sich die Grün-Weißen trotz düsterer Corona-Aussichten aber nicht gezwungen.

Werder fühle sich "sehr wohl mit der aktuellen Mannschaft", wie Fritz sagt: "Wir sind in der Breite gut aufgestellt und haben noch einige sehr talentierte Nachwuchsspieler, die momentan auf Standby stehen." Dass der Kader noch verstärkt wird, ist somit eher unwahrscheinlich. Auch weil der Winter "schwierig" sei, was den Transfermarkt betreffe, so Fritz. Verschließen wolle sich der Verein potenziellen Zugängen aber auch nicht. "Wenn wir Qualität bekommen, die unsere Mannschaft verstärkt und die wir wirtschaftlich leisten können, sind wir natürlich sehr offen dafür", betont Fritz.

Acht Werder-Verträge laufen aus

Ohnehin haben die Bremer noch genug Baustellen: Allein bei acht Werder-Akteuren laufen im Sommer die Verträge aus, unter anderem bei Veljkovic und Kapitän Ömer Toprak. Sollte der ein oder andere Spieler nicht verlängern wollen, müsste der Verein sie noch im Winter verkaufen, sofern Werder sie nicht ablösefrei ziehen lassen will. "Grundsätzlich wollen wir die Spieler im Winter natürlich hierbehalten", so Fritz.

Werders sportlicher Leiter Clemens Fritz steht mit in den Jackentaschen vergrabenen Händen auf dem Trainingsplatz.
Sieht die Grün-Weißen gut aufgestellt: Werders sportlicher Leiter Clemens Fritz. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollte den Klub aber das ein oder andere Angebot erreichen, werde Werder die Offerten "seriös behandeln". So wie etwa bei Nachwuchsstürmer Justin Njinmah, den Werder am Donnerstag erst mit einem Profivertrag ausstattete und dann an die Reserve von Borussia Dortmund verlieh – Berichten zufolge mit siebenstelliger Kaufoption.

Allerdings stehe der Verein auch nicht mehr unter wirtschaftlichem Zugzwang wie noch im vergangenen Sommer, als Werder auf Verkaufserlöse angewiesen war. Fritz glaube daher auch nicht, dass "auf der Abgabenseite noch groß was passieren" werde. Kurzum: Vieles deutet darauf hin, dass es ein eher ruhiger Transfer-Winter an der Weser werden wird.

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Bild: Nordphoto / Gumzmedia

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Autoren

  • Yannick Lowin
  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Januar 2021, 18:06 Uhr