5 Fakten vor Werders Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach

Leonardo Bittencourt schrieb im Hinspiel Geschichte. Beim Rückspiel am Dienstagabend könnte für die Bremer aber vor allem ein sicherer Elfmeterschütze Gold wert sein.

Leonardo Bittencourt zeigt den Daumen nach oben und hält in der rechten Hand sein Handy.
Leornardo Bittencourt erzielte im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach sein erstes Tor für Werder. Beim 1:0-Sieg am Samstag in Freiburg war er zudem der Bremer Matchwinner. Bild: Imago | Nordphoto

1 Kleines Aufatmen

Werder feierte in Freiburg den ersten Sieg seit dem Rückrundenstart Mitte Januar und bleibt somit im Abstiegskampf "am Leben". Damit wurde auch der siebte Punkt im Jahr 2020 auswärts eingefahren. Soll es mit dem Klassenerhalt klappen, muss Werder nun aber endlich auch im Weser-Stadion Zählbares einfahren.

2 Defizite in der Luft

Erstmals seit langer Zeit verteidigte Werder in Freiburg die hohen Bälle gut. Nur drei Kopfbälle auf das eigene Tor ließ die Kohfeldt-Elf zu. Doch jedem Bremer Fan steht angesichts von 14 Kopfballgegentoren in dieser Saison (Ligahöchstwert) bei jedem hohen Ball in den Werder-Strafraum der Angstschweiß auf der Stirn. Gegen Mönchengladbach droht hier eher wenig Gefahr. Die Fohlen markierten ligaweit bisher die wenigsten Kopfballtore. Einen dieser drei Treffer per Kopf erzielte allerdings Ramy Bensebaini ausgerechnet im Hinspiel gegen Werder.

3 Kein Lieblingsgegner

Werder gewann nur eins der vergangenen 14 Bundesliga-Spiele gegen die Borussia: das Heimspiel am 30. August 2015 mit 2:1. Damals trafen Aron Johannsson und Jannik Vestergaard für die Bremer. Im Dezember 2015 folgte im DFB-Pokal allerdings noch ein 4:3-Sieg in Mönchengladbach.

4 Historischer Bittencourt

Leonardo Bittencourt erzielte im Hinspiel sein erstes Bundesliga-Tor für Werder. Damit traf er in der Bundesliga als 16. Spieler für fünf verschiedene Klubs (Dortmund, Hannover, Köln, Hoffenheim, Bremen). Mit seinen damals 25 Jahren ist er der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte, dem dies gelang. Bittencourt war zuletzt die beste Offensiv-Waffe von Werder und in den letzten drei Partien jeweils an einem Treffer beteiligt. Zunächst bereitete er zwei Tore vor, am Samstag in Freiburg traf er selbst.

5 Elfmeter-Festival?

In den Bundesliga-Spielen zwischen Werder und Mönchengladbach wurden bisher 35 Elfmeter und 16 Platzverweise verhängt – jeweils Höchstwert in Spielen mit Beteiligung der Borussia. Die Bremer erhielten dabei fast doppelt so viele Strafstöße, nämlich 23. Gegen keinen anderen Gegner bekommt Werder so viele Elfmeter zugesprochen. Aber Obacht: Mit zwölf Strafstößen haben die Bremer auch gegen keinen anderen Gegner selbst so viele verschuldet wie gegen die Borussia.

Wie stark wiegt der Heimvorteil wirklich – und was hat Werder davon?

Video vom 25. Mai 2020
Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt im Interview.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 25. Mai 2020, 18:06 Uhr