Byebye Bremen? Werders Augustinsson lässt seine Zukunft offen

Nach der Saison könnten die Bremer mit Ludwig Augustinsson wohl das letzte Mal Geld verdienen. Zuvor könnte dieser noch die Europameisterschaft als große Bühne nutzen.

Ludwig Augustinsson läuft durch das Weser-Stadion und schaut nachdenklich in Richtung Himmel.
Ludwig Augustinsson spielt bei den Bremern eine starke Saison. Bild: Gumzmedia / Nordphoto

Der Blick aus dem Fenster hat sich auch für Ludwig Augustinsson in den vergangenen Tagen ungewohnt angefühlt. "Es ist das erste Mal, dass ich in Bremen so viel Schnee sehe", erzählte der Schwede am Dienstag in einer Medienrunde. In seiner Heimat hingegen komme es öfter mal vor, dass derart viel Schnee falle. Und auch, dass der Schneefall während eines Spiels einsetze oder Plätze vor dem Spiel vom weißen Belag befreit werden müssten.

Das war am Sonntag in Bielefeld nicht möglich. Das Spiel gegen die Arminia fiel aus. Und mit Blick auf das erhöhte Verletzungsrisiko für die Spieler findet Augustinsson die Entscheidung richtig. "Bei den Bedingungen wäre es kein normales Fußballspiel, sondern ein Kampfspiel geworden." Zumal beide Teams wohl nur zum einfachen Mittel der langen Bälle in die gegnerische Hälfte hätten greifen können.

Augustinsson will keinen Karriereplan mehr haben

Ludwig Augustinsson führt im Spiel gegen Leverkusen im Zweikampf mit Gegenspieler Dragovic den Ball.
Bei Werder macht Ludwig Augustinsson in dieser Saison als Vorlagengeber einen starken Job. Bild: Gumzmedia / Nordphoto

Zu Augustinssons Spielstil hätte dies nicht wirklich gepasst. Der linke Außenverteidiger dreht in dieser Saison bei Werder auf und kommt in der Offensive immer besser zur Geltung. Vier Tore hat er in der Bundesliga bereits vorbereitet, zwei weitere im DFB-Pokal. Damit macht der 26-Jährige sich auch für andere Klubs interessant. Zumal sein Vertrag an der Weser anscheinend 2022 ausläuft. Im Sommer könnte es somit die letzte Möglichkeit für Werder sein, um mit ihm Geld zu verdienen. Bei der Europameisterschaft im Sommer kann er sich zudem noch stärker in den Fokus zahlungskräftiger Topklubs spielen. "Das ist immer ein gutes Fenster, um sich zu zeigen", so der 30-malige Nationalspieler.

Einen echten Karriereplan habe er derzeit aber nicht. Das sei anders gewesen, als er noch jünger gewesen sei. "Da habe ich immer geplant: Im Kopf hatte ich dann immer ein Ziel, wo ich in zwei Jahren sein will", erinnert er sich. Momentan sei er mit dem Kopf aber nur im Hier und Jetzt und will sich auf die weitere Saison mit Werder konzentrieren. Und auf die Familie. In einigen Wochen erwartet seine Freundin das erste gemeinsame Kind. Ob dieses die ersten Lebensjahre allerdings noch in Bremen verbringen wird, ist noch offen. Ein klares Bekenntnis zu Werder vermeidet Augustinsson nämlich.

Im Sommer bin ich vier Jahre in Bremen. Ich mag alle große Ligen. Mein großer Traum war es immer, in einer großen Liga zu spielen. Und momentan spiele ich in einer. Aber was im Sommer sein wird, weiß ich nicht.

Ludwig Augustinsson

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  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. Februar 2021, 18:06 Uhr