Werders Neue überzeugen zum Einstand

Im Testspiel gegen Eintracht Braunschweig kamen bei den Bremern gleich vier neue Gesichter erstmals zum Einsatz. Für Aufsehen sorgte vor allem Romano Schmid.

Romano Schmid spielt einen Pass, sein Teamkollege Felix Agu schaut zu.
Felix Agu (weißes Trikot, links) und Romano Schmid feierten ein erfolgreiches Debüt im Werder-Dress. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Bei Werders Testspiel-Auftakt gegen Eintracht Braunschweig (2:0) liefen am Sonntag gleich drei Neu-Bremer in der Startelf der Grün-Weißen auf. Das Debüt von Romano Schmid, Patrick Erras und Felix Agu konnte sich sehen lassen, so wie auch der Auftritt des gesamten Teams, das in der ersten Hälfte auf dem Platz stand: Schon nach knapp 20 Minuten lag Werder mit 2:0 in Führung. In der zweiten Hälfte stand mit Jean Manuel Mbom ein weiterer "Neuer" – der 20-Jährige stammt aus der Werder-Jugend und war vergangene Saison verliehen – auf dem Rasen. Insgesamt war es ein guter Einstand für die grün-weißen Neuzugänge, von denen einer sich sogar auf Anhieb ins Rampenlicht wirbelte.

Romano Schmid: Offensiver Wirbelwind

Schon im Vorjahr hatten die Bremer den Österreicher verpflichtet, "parkten" ihn jedoch in der vergangenen Saison in seiner Heimat beim Wolfsberger AC. Dass der 20-Jährige direkt eine Verstärkung für die Bremer sein kann, machte er gleich mehrfach deutlich: Sowohl am Führungstreffer durch Ludwig Augustinsson (15. Minute) als auch am 2:0 durch Davy Klaassen (21.) war er unmittelbar beteiligt. Aber auch abseits der beiden Tore wirbelte Schmid sehr auffällig in der Offensive der Bremer. "Romano hat sich gut eingefügt", urteilte Werder-Trainer Kohfeldt. Auch Geschäftsführer Frank Baumann zeigte sich angetan vom starken Einstand des Österreichers: "Romano ist ein Typ, der den Ball haben will. Und der dann auch etwas damit probiert und mutig spielt."

Patrick Erras: Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld

Patrick Erras führt den Ball am Fuß und sucht eine Anspielstation.
Wechselte vom 1. FC Nürnberg an die Weser: Mittelfeldmann Patrick Erras. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Der 25-Jährige war erst kurz vor Trainingsstart zu den Grün-Weißen gestoßen, nachdem die Bremer längere Zeit um ihn geworben hatten. Gegen Braunschweig wurde schnell deutlich, dass Werder-Trainer Florian Kohfeldt in ihm einen Nachfolger des in der vergangenen Saison im Werder-Trikot spielenden Kevin Vogt sieht: Ähnlich wie Vogt trat Erras je nach Spielsituation als defensiver Mittelfeldspieler oder als zentraler Verteidiger in der Dreierkette auf. Positionen also, auf denen die Kraft eher in der Ruhe als im spektakulären Spiel liegt. Dass Erras eine überwiegend unauffällige Darbietung zeigte, ist daher positiv zu werten.

Felix Agu: Rechtsverteidiger mit Offensivdrang

Anders als bei Erras stand bei Agu schon seit Längerem fest, dass er vom Zweitligisten Osnabrück nach Bremen wechselt. Am Sonntag stand der 20-Jährige, der auf beiden Außenbahnen auflaufen kann, als Rechtsverteidiger auf dem Platz. Weil die Braunschweiger die Bremer Defensive nur selten vor Herausforderungen stellten, schaltete sich Agu immer wieder ins Spiel nach vorne ein. Auch wenn er bei seinen Dribblings und Flanken nicht immer Erfolg hatte, deutete er bereits an, dass er das Potenzial zum Nachfolger von Theo Gebre Selassie – der Tscheche befindet sich im Spätherbst seiner Karriere – mitbringt.

Jean Manuel Mbom: Heimgekehrter Mittelfeldmotor

Jean Manuel Mbom stoppt den Ball.
Nach seiner Leihe zum KFC Uerdingen hofft Jean Manuel Mbom bei Werder auf seinen Durchbruch. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In der vergangenen Saison lief das Eigengewächs der Bremer noch für den KFC Uerdingen in der 3. Liga auf. Weil die Werder-Verantwortlichen ihm den Bundesliga-Durchbruch an der Weser zutrauen, steht er nun im Kader der Profis. Am Sonntag machte der 20-Jährige vor allem offensiv immer wieder deutlich, dass er den Durchbruch bei seinem Heimatklub schaffen will: Immer wieder war der Mittelfeldspieler an der ein oder anderen Angriffsaktion beteiligt. Auch wenn den Bremern in der zweiten Hälfte kein Tor gelang, hatte Mbom seinen Anteil daran, dass sein Team dem dritten Treffer zeitweilig doch sehr nahe war.

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Video vom 7. August 2020
Die grüne Raute von Werder Bremen an einem Gebäude.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 9. August 2020, 19:30 Uhr