Belfodil schwärmt von den Werder-Fans

Nur ein Kurzeinsatz war für Werder-Neuzugang Belfodil in Berlin drin. Sein Gespräch vor der Presse dauerte da deutlich länger. Diese Dinge haben ihn beeindruckt.

Sechs Minuten – länger dauerte sein erster Einsatz im Werder-Trikot nicht. In der 86. Minute kam Werders Stürmer-Neuzugang Ishak Belfodil für Fin Bartels auf den Platz. Doch seine erste Dienstreise für die Bremer hat dem Algerier spürbar gefallen: "Ich habe ja nicht besonders lange spielt, aber ich konnte das ganze Ambiente im Stadion mitbekommen", sagt der 25-Jährige am Montag. "Was mich wirklich überrascht und ganz doll beeindruckt hat, ist die Anzahl der Auswärtsfans, die mitgefahren sind. Wie das Team unterstützt wird, selbst wenn es nicht im eigenen Stadion spielt, fand ich großartig."

Angekommen im Verein

Vor nicht einmal zwei Wochen wechselte Belfodil auf den letzten Drücker von Standard Lüttich zu Werder. Noch lebt er im Hotel, gerade ist er dabei, sich nach einer Wohnung umzusehen. Viel Zeit um sich einzugewöhnen hatte er bislang nicht. Doch er sei von allen warm empfangen worden. "Ich habe das Gefühl, dass ich schon wirklich gut in der Mannschaft angekommen bin, und dass wir uns schon sehr gut verstehen", so Belfodil. Nun will er schnell lernen, wie der Verein funktioniert, was von ihm erwartet wird und was die Genetik des Clubs ist, wie er es formuliert.

Es hat mich mit Stolz und Freude erfüllt, dieses Trikot tragen zu dürfen.

Ishak Belfodil über sein Debüt im Auswärtsspiel bei Hertha BSC.

Flexibel einsetzbar

Und da ist er schnell wieder bei den Fans. "Alle tragen das grün-weiße Trikot, und man merkt förmlich als Spieler, dass die Fans erwarten, dass man von der ersten bis zur letzten Minute alles gibt. Diese Stimmung, mit der man dann dafür belohnt wird, die ist unglaublich", schwärmt der Stürmer, der künftig auf längere Einsatzzeiten hofft – ohne dabei zu drängeln.

Belfodil im Spiel gegen Hertha.
Im Auswärtsspiel gegen Hertha kam Belfodil in den letzten Minuten zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für Werder. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

So, wie er im Pressegespräch ruhig und geduldig alle Fragen beantwortet, so interpretiert er auch seine Rolle im Team: "Ich bin hier und spielbereit und kann jederzeit für die Dauer, die der Coach sich aussucht, eingesetzt werden", sagt Belfodil.

Seine Leib- und Magenposition ist die des Spielmachers auf der Zehn. Hier war er in der vergangenen Saison in der belgischen Liga an 17 Toren beteiligt: elf selbst erzielt, sechs vorbereitet. Aber grundsätzlich sei er da flexibel: "Ich bin seit der Kindheit auf allen Positionen im Angriff eingesetzt worden."

Er will der Mannschaft helfen, unabhängig von Position und Einsatzzeit. Doch gerne möglichst bald auch im Weser-Stadion. Schon wegen der Fans: "Ich warte voller Ungeduld auf mein erstes Heimspiel hier und natürlich wäre es am tollsten, wenn wir dabei einen Heimsieg einfahren könnten. Das muss unglaublich sein."

  • Silke Boos

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 11. September 2017, 18:06 Uhr