Rost legt nach – Baumann kontert

Werders ehemaliger Torhüter Frank Rost hat seine Vorwürfe an die Vereins-Verantwortlichen erneuert. Geschäftsführer Frank Baumann wehrt sich gegen die Attacken seines Ex-Teamkollegen.

Frank Baumann trägt Mundschutz.
Kann die Vorwürfe von Frank Rost nur bedingt nachvollziehen: Werder-Geschäftsführer Frank Baumann. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Aus Sicht von Bremens früherem Torwart Frank Rost geht es bei Werder viel zu harmonisch zu. "Ich habe in den letzten Woche gedacht, ich bin bei einem großen schwedischen Möbelhaus in der Mensa. Da hörst du ja nur noch 'We are Family' – die große Werder Familie", sagte der 46-Jährige in der "Bundesligashow" von NDR 2. "Das ist ja Wahnsinn. Das kannst du ja nicht mehr mit anhören. Das ist Profifußball, das dürfen wir nicht vergessen."

Werder-Geschäftsführer Frank Baumann wollte die harschen Vorwürfe seines ehemaligen Teamkollegen nicht ohne Weiteres stehen lassen. "Wir sind auch in den letzten Jahren sehr kritisch miteinander umgegangen und haben immer wieder das getan, was für den Verein am besten ist", sagte der Ex-Werder-Kapitän. Es sei normal, dass nicht jede einzelne Entscheidung richtig ist. Dennoch stellte Baumann klar: "Wir haben hier eine sehr kritische und kontroverse Streitkultur." Sollte Werder tatsächlich absteigen hält Rost, der zwischen 1992 und 2002 in Bremen unter Vertrag stand, personelle Konsequenzen für unumgänglich.

Ich glaube, dann musst du den Weg freimachen. Nicht nur auf der Trainerposition. Dann muss auch der ein oder andere im Vorstand vielleicht mal sagen: 'Es sollte nicht sein und Bumm – und dann treten wir mal zurück.'

Ex-Werder-Keeper Frank Rost

Ex-Werder-Keeper Rost: Bei Abstieg muss Kohfeldt gehen

Video vom 23. Juni 2020
Frank Rost sitzt in seinem Büro auf einem Stuhl.
Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. Juni 2020, 18:06 Uhr