Sportchef Baumann: Polizeikosten kein Thema bei Kruse-Verlängerung

Der Werder-Sportchef hat Aussagen von Präsident Hess-Grunewald klargestellt. Der hatte im NDR in Bezug auf die Polizeikosten mit einer überzogenen Äußerung irritiert.

Sportchef Baumann auf dem Podium einer Werder-Pressekonferenz.
Frank Baumann befürchtet für Werder einen Wettbewerbsnachteil – doch sieht keine Gefahr, sich Max Kruse nicht mehr leisten zu können. Bild: Imago | Nordphoto

Werder-Sportchef Frank Baumann hat klargestellt, dass die mögliche Beteiligung an Polizeikosten keine Auswirkungen auf die Vertragsgespräche mit Kapitän Max Kruse haben wird. "Das Thema hat keinen unmittelbaren Einfluss auf Max und seine Vertragsverlängerung", sagte Baumann am Dienstag und widersprach damit Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald.

Hess-Grunewald hatte in einem NDR-Interview gesagt, "man muss sehen, ob wir vielleicht mit Max Kruse nicht verlängern, damit wir diese Kosten bezahlen können." Baumann sprach von einer "überspitzten Darstellung" seines Geschäftsführerkollegen im Zusammenhang mit dem auslaufenden Vertrag des Werder-Stars. "Auch um darauf aufmerksam zu machen. Es ist in Bremen in der Politik noch nicht angekommen, dass das Urteil auf uns sehr starke finanzielle Auswirkungen hat."

Kritik an Mäurer

Zudem kritisierte Baumann den Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). "Das Szenario, das er entwirft, dass Werder Bremen nicht betroffen sein wird, ist nicht korrekt. Dass wir an den Kosten beteiligt werden, ist sehr wahrscheinlich", betonte der 43-Jährige und sprach von einem "Wettbewerbsnachteil". Der Verein rechne mit rund zwei Millionen Euro Zusatzkosten pro Jahr.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte am Freitag entschieden, dass Bundesliga-Klubs grundsätzlich an den zusätzlichen Kosten bei Hochrisikospielen beteiligt werden können. Die entsprechende Klage des Landes Bremen richtete sich zwar gegen die Deutsche Fußball Liga. Die DFL hatte aber bereits angekündigt, die entsprechenden Kosten an Werder weiterzureichen.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. April 2019, 18:06 Uhr