Werder will seine Nationalspieler nicht in Risikogebiete reisen lassen

Da die Spieler nach ihrer Reise in Quarantäne müssten und im nächsten Spiel fehlen würden, greift Werder zu diesem Schritt. Nur bei einem Spieler machen die Bremer eine Ausnahme.

Frank Baumann trägt einen Mund-Nasen-Schutz im Weser-Stadion.
Werders Sportchef Frank Baumann möchte seine Nationalspieler in der kommenden Länderspielpause nicht in Corona-Risikogebiete reisen lassen. Bild: Imago | Jan Huebner

Werder will in der bevorstehenden Länderspielpause seine Nationalspieler nicht in Corona-Risikogebiete schicken. Das erklärte Sportchef Frank Baumann nach dem 1:0-Sieg am Samstag gegen Arminia Bielefeld. Der Klub möchte durch eine mögliche Quarantäne "keinen Spieler für das nächste Bundesligaspiel verlieren". Als nächstes spielen die Bremer am 17. Oktober (15:30 Uhr) beim SC Freiburg.

Das Bremer Gesundheitsamt hat verordnet, dass Berufsspieler von Werder, die in Risikogebieten unterwegs sind, anschließend nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fünf Tage in häusliche Quarantäne müssen – unabhängig von ein oder zwei negativen Tests.

Werder-Sportchef Frank Baumann

Nur bei Osako macht Werder eine Ausnahme

Aus dem Werder-Team sollen deshalb Ludwig Augustinsson (Schweden), Milos Veljkovic (Serbien) und Marco Friedl (Österreich) jeweils nur eine Partie für ihr Land bestreiten. Augustinsson verzichtet auf die Reise nach Russland, Velkjovic spielt nur in Norwegen und Friedl hofft im Heimspiel gegen Griechenland auf sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Ludwig (Augustinsson, Anm. d. Red.) wird die Reise nach Russland nicht mitantreten, aber das Spiel in Kroatien bestreiten. Marco (Friedl, Anm. d. Red.) wird das Griechenland-Spiel absolvieren, aber nicht mit dem ÖFB nach Nordirland und Rumänien reisen.

Werder-Sportchef Frank Baumann auf "werder.de"

Die einzige Ausnahme bei den Bremern bildet Yuya Osako. Weil der Japaner über ein Jahr nicht bei der Nationalelf weilte, darf er zum Lehrgang ins niederländische Risikogebiet Utrecht reisen und dort ein Testspiel bestreiten. "Er wird direkt nach dem Spiel nach Deutschland reisen und sich fünf Tage in häusliche Quarantäne begeben, so dass er am Donnerstag darauf wieder mit der Mannschaft trainieren und gegen Freiburg spielen kann", sagte Baumann.

Werder gegen Bielefeld muss vor leeren Rängen stattfinden

Video vom 1. Oktober 2020
Blick auf die leeren grünen Kunststoff-Sitze auf den Tribünen im Bremer Weser-Stadion.
Bild: DPA | Dennis Ewert
Bild: DPA | Dennis Ewert

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. Oktober 2020, 11 Uhr