Trotz Klassenerhalt – spielt Fin Bartels bald in der 2. Liga?

Der Vertrag von Fin Bartels bei Werder ist ausgelaufen. Erhält er keinen neuen, könnte es für ihn laut "kicker" bald in seiner Geburtsstadt Kiel weitergehen. Gute Gründe sprächen dafür.

Fin Bartels steht nachdenklich auf dem Fußballplatz.
Fin Bartels' Vertrag bei Werder ist nach dem Rückspiel in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim ausgelaufen. Noch ist offen, es für ihn an der Weser weitergeht. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In den letzten Minuten der Saison zeigt er nochmal sein ganzes Können. Einen langen Pass von Christian Groß nahm Fin Bartels musterültig an. Schnurstracks stürmte er in Richtung Heidenheimer Tor und profitierte dabei auch davon, dass Verteidiger Norman Theuerkauf sich einen üblen Fauxpas leistete und ihn einfach passieren ließ. Als er dann frei vor Torwart Kevin Müller stand, behielt Bartels die Nerven. Clever legte er den Ball auf Ludwig Augustinsson quer, der in der Nachspielzeit in Heidenheim zum umjubelten 2:1 für Werder traf.

Mit Aktionen wie dieser und seiner offenen Art hat Bartels in den vergangenen sechs Jahren viele Beliebtheitspunkte bei den Werder-Fans gesammelt. Die vergangenen zweieinhalb Jahre verkamen für ihn aber zur Leidenszeit. Am 11. Dezember 2017 riss er sich beim Auswärtsspiel in Dortmund die Achillessehne. Auch danach warfen ihn immer wieder Verletzungen zurück.

Fraglich ist daher, ob der 33-Jährige an der Weser noch eine Zukunft besitzt. Sein Vertrag ist vorerst ausgelaufen. Bekommt er in Bremen keinen neuen, könnte sein Weg ihn zu Holstein Kiel führen. Laut "kicker" sind die "Störche" an einer Verpflichtung interessiert.

Mit Co-Trainer Boll spielte er beim FC St. Pauli zusammen

Fabian Boll tätschelt Fin Bartels. Damals spielten beide zusammen für den FC St. Pauli.
Mit Kiels Co-Trainer Fabian Boll (rechts) spielte Fin Bartels einst gemeinsam beim FC St. Pauli. Bild: Imago | Philipp Szyza

Für einen Wechsel an die Förde könnten dabei gute Gründe sprechen. Zum einen ist Kiel die Geburtsstadt von Bartels. Für Holstein spielte er bereits bis 2007, ehe er zu Hansa Rostock wechselte. Zum anderen ist sein Ex-Berater Steffen Schneekloth mittlerweile Präsident der Kieler. Mit deren Co-Trainer Fabian Boll spielte er außerdem einst beim FC St. Pauli zusammen. Erhält Bartels an der Weser keinen neuen Vertrag, dürfte es für ihn aufgrund seines Alters und seiner Verletzungsanfälligkeit zuletzt zudem nicht gerade vor Anfragen aus der Bundesliga wimmeln.

Brodelnde Gerüchteküche: Tragen diese Spieler bald das Werder-Trikot?

Video vom 9. Juli 2020
Ex-Werder Profi Valerien Ismael links, Peter Michorl vom Linzer ASK rechts.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 13. Juli 2020, 23:30 Uhr