Werder zittert weiter um Kruse

Am Mittwochabend will Werder Bremen ins Pokal-Viertelfinale einziehen – doch Zlatko Junuzovic fällt aus, Philipp Bargfrede leicht angeschlagen und Max Kruse ist fraglich.

Max Kruse feiert einen Treffer mit martialischer Jubelgeste umringt von seinen Teamkollegen.
Werders Lebensversicherung: Unter Trainer Kohfeldt steuerte Max Kruse (Mitte) bereits vier Tore und drei Assists bei. Bild: Imago | Jan Huebner

Wenn am Mittwochabend um 18:30 Uhr die Flutlichter im Bremer Weser-Stadion erstrahlen, dann erhoffen sich die Grün-Weißen und ihre Anhänger wieder einen dieser besonderen Abende. Einen echten Pokalfight eben, wie ihn Werder in der Vergangenheit schon oft geboten hatte. Und auch dieses Mal sollen die Hanseaten am Ende natürlich gegen den SC Freiburg gewinnen und ins Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. Doch die Vorzeichen stehen nicht gut: Werder muss wahrscheinlich auf drei Asse verzichten.

Schon im letzten Ligaspiel der Hinrunde gegen Mainz 05 hatten Stürmerstar Max Kruse und Kapitän Zlatko Junuzovic kurzfristig gefehlt – Kruse aufgrund von Adduktorenproblemen, Junzovic mit muskulären Problemen in der linken Wade. In der 65. Minute musste Trainer Florian Kohfeldt dann auch noch Philipp Bargfrede auswechseln, der über Schmerzen im Oberschenkel klagte.

"Werde alles tun, um dabei zu sein"

Wie schwer sich Werder ohne seine zentrale Achse – sein Herzstück – tat, zeigte die mäßige zweite Halbzeit und der Last-Minute-Ausgleich der Mainzer. Nun wird Kohfeldt wohl auch gegen Freiburg auf sein Power-Trio verzichten müssen. Zwar versprach Kruse via Facebook: "Ich werde alles tun, um gegen Freiburg wieder dabei zu sein." Doch die Chancen auf einen Platz in der Startelf stehen derzeit bei 50:50.

Junuzovic war in dieser Saison bereits öfter verletzungsgeplagt, nun muss der Österreicher auch auf das Pokalspiel verzichten. "Zlatko müssen wir leider gegen Freiburg ausschließen, er wird es nicht schaffen", erklärte Kohfeldt am Montag.

Besonders bitter wäre der Ausfall von Bargfrede, der sich unter Kohfeldt zu einer Art Allzweckwaffe gemausert hat und laut des Trainers Werders Spiel "eine Dominanz verleiht, die wir brauchen". Sollte Bargfrede nicht dabei sein, könnte Thomas Delaney vor die Abwehrkette rücken und Jerome Gondorf auf die Achterposition. Ishak Belfodil hatte Kruse bereits vertreten, Florian Kainz würde vermutlich wieder Junuzovic ersetzen. Ideal wäre die Personal-Rochade sicherlich nicht, so viel hatte das Mainz-Spiel die Bremer gelehrt.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 18. Dezember 2017, 18:06 Uhr