Gregoritsch suspendiert – schlägt Werder jetzt doch zu?

Im Sommer war Michael Gregoritsch Werders Wunschkandidat. Doch Augsburg verlangte 15 Millionen Euro Ablöse. Nun hat der FCA den Mittelfeldmann aber aussortiert.

Der Augsburger Spieler Michael Gregoritsch steht im Regen auf dem Spielfeld und gestikuliert mit beiden Armen.
Frustriert: Michael Gregoritsch kam in der laufenden Saison in elf Spieltagen nur 370 Minuten für Augsburg zum Einsatz. Bild: Imago | Sven Simon

Als die Bremer im Sommer ihren Kader für die neue Saison zusammenstellten, da stand ein Name ganz oben auf der Wunschliste: Michael Gregoritsch, 25 Jahre alter Österreicher vom FC Augsburg, im offensiven Mittelfeld Zuhause. Allerdings rief der Klub eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro auf. Und so wurde für Sportchef Frank Baumann schnell klar: "Ein Transfer in dieser Größenordnung ist für uns komplett unrealistisch dieses Jahr. Da muss man nur eins und eins zusammenzählen können."

Nun hat sich die Situation aber verändert. Gregoritsch ist nur noch Reservist bei den Augsburgern und darüber so frustriert, dass er sich am Rande des Trainings mit der österreichischen Nationalmannschaft zu sehr deutlichen Äußerungen hinreißen ließ. Die Konsequenz: FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter suspendierte Gregoritsch am Donnerstag für das Training und das nächste Bundesligaspiel und verhängte eine Geldstrafe.

Für mich ist jetzt klar, dass ich im Winter aus Augsburg weg bin. Die Situation ist beschissen. Egal, wohin – Hauptsache weg.

Augsburg-Profi Michael Gregoritsch in der "Kleinen Zeitung" und bei der "APA"

Bisher nur 370 Minuten für Augsburg gespielt

In der laufenden Saison stand Gregoritsch erst 370 Minuten auf dem Platz, zuvor war der 25-Jährige noch ein wichtiger Akteur in Augsburg gewesen. Werder wollte ihn im Sommer und er wollte wohl auch nach Bremen. Doch es scheiterte am Geld. Gregoritsch sagt, der FCA habe versichert, "dass ich eine tragende Rolle spielen soll". Es kam anders.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich wechseln hätte können, es ist ein Angebot auf dem Tisch gelegen.

Augsburg-Profi Michael Gregoritsch in der "Kleinen Zeitung"

Nun will Gregoritsch den nächsten Anlauf nehmen, hofft aber, dass der FCA die verlangte Ablösesumme herunterschraubt: "Bei aller Liebe, aber ich habe jetzt ein halbes Jahr praktisch nicht gespielt. Da kann man sich nicht hinstellen und wieder eine zweistellige Millionensumme verlangen."

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Aus Bremen kam am Donnerstag nur eine verhaltene Äußerung zur Kausa Gregoritsch. Ob Baumann in den Poker um Gregoritsch noch einmal einsteigt, werden die nächsten Wochen zeigen. Vorerst wiegelt der Sportchef ab.

Wir planen im Winter keine Transferaktivitäten. Ich habe das auch mitbekommen, aber aktuell ist das für uns nicht interessant.

Werder-Sportchef Frank Baumann

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 21. November 2019, 23:30 Uhr