Werders Aufsichtsrat zerbröckelt – Krohne wirft hin

Video vom 17. August 2021
Werder-Aufsichtsratmitlglied Thomas Krohne schaut nachdenklich.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Am Dienstag trat Thomas Krohne mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat zurück. Grund ist sein Ärger über eine Aussage von Marco Bode zur Zukunft von Frank Baumann.

Werder Bremen kommt weiter nicht zur Ruhe. Zwei Tage nach der heftigen 1:4-Niederlage gegen den SC Paderborn teilten die Norddeutschen mit, dass das langjährige Aufsichtsratsmitglied Thomas Krohne sein Mandat niedergelegt hat.

Der 59-Jährige reagierte damit auf das Verhalten des Aufsichtsratsvorsitzenden Marco Bode, der am Sonntag eine Trennung vom zuletzt heftig kritisierten Geschäftsführer Frank Baumann ausgeschlossen hatte.

Es ist für mich als noch amtierendes Aufsichtsratsmitglied (...) nicht akzeptabel und nachvollziehbar, wenn der Vorsitzende unseres Gremiums öffentlich gegenüber der Presse weitere Schritte gegen den Sportchef ausschließt, ohne dass dies zuvor mit allen Mitgliedern des Gremiums bezogen auf den aktuellen Anlass diskutiert worden ist.

Thomas Krohne in einer Mail an die Redaktion "Deichstube"

Kein Vertrauen mehr in den Aufsichtsrat

Das Portal zitiert Krohne weiter: "Das Vertrauen in ein transparentes und demokratisches Miteinander, das unabdingbare Voraussetzung für die weitere Zusammenarbeit im Aufsichtsrat wäre, gerade angesichts der aktuellen Situation von Werder, ist bei mir nicht mehr gegeben." Eine Trennung von Baumann kommt laut Bode nicht infrage.

Baumann steht bei den Anhängern des Erstliga-Absteigers in der Kritik, weil die Grün-Weißen auch nach drei Spieltagen in der 2. Liga immer noch ohne zahlreiche dringend benötigte Neuzugänge dastehen. Die Bremer müssen zunächst Einnahmen generieren. Werder hat derzeit vier Punkte.

Bode von Krohnes Entschluss überrascht

Bode zeigte sich am Dienstag überrascht von Krohnes Entschluss. "Ich muss das zur Kenntnis nehmen und finde den Schritt bedauerlich. Zu den Inhalten seiner Erklärung möchte ich mich aber nicht äußern", sagte er auf Nachfrage der "Deichstube".

Krohne wollte sich bei der Mitgliederversammlung am 5. September ohnehin nicht mehr zur Wahl stellen. Auch Bodes Zeit an der Spitze des Gremiums geht dann zu Ende. Bis zur nächsten Hauptversammlung der Kapitalgesellschaft rückt Philipp Mertens in den Aufsichtsrat nach.

Bode zum Umbruch im Aufsichtsrat: "Haben es uns nicht leicht gemacht"

Video vom 31. Mai 2021
Aufsichtsratchef Marco Bode steht im Innenraum des Weserstadions beim Interview.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 17. August 2021, 18:06 Uhr