"Herauslaviert": Darmstadt-Boss Fritsch attackiert Werder-Coach Anfang

Werder-Coach Anfang trifft erstmals auf seinen Ex-Klub Darmstadt 98

Video vom 15. Oktober 2021
Rüdiger Fritsch sitzt auf der Tribüne
Bild: Imago | Jan Huebner
Bild: Imago | Jan Huebner

Vor dem Duell am Sonntag greift Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch Markus Anfang an. Pfiffe gegen den Ex-Coach würden Fritsch am Sonntag nicht überraschen.

Im Vorfeld der Partie zwischen Darmstadt 98 und Werder am Sonntag (13:30 Uhr) hat Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch sich über Markus Anfang geäußert. Anfang trainierte in der vergangenen Saison noch die Darmstädter und folgte im Sommer dem Lockruf der Bremer. Der Wechsel lief dabei keineswegs geräuschlos ab. Ein erstes Angebot von Werder lehnten die Hessen seinerzeit empört ab und bezeichneten dies als "Frechheit". Anfang verwies seitdem mehrmals darauf, es habe die Absprache gegeben, dass er die Darmstädter bei einem Angebot eines größeren Klubs verlassen dürfe.

Dieser Darstellung widerspricht Fritsch vehement. "Definitiv nein. Es gab keine Ausstiegsklausel und auch keine konkreten mündlichen Vereinbarungen in Bezug auf einen vorzeitigen Vereinswechsel", betonte er im Gespräch mit dem "Lilienblog".

Wem verdankt Darmstadt die guten Transfers?

Zudem gibt es weitere Knackpunkte. Vor der neuen Saison haben die Darmstädter sich gut verstärkt. So hat der vom SV Wehen Wiesbaden verpflichtete Torjäger Philipp Tietz beispielsweise bereits acht Tore erzielt. Anfang selbst hat am Freitag im Interview mit dem Sportblitz noch seinen Einfluss auf den aktuellen Kader der Darmstädter unterstrichen. "Es sind viele Spieler da, die wir noch geholt haben. Und man sieht ja auch, dass es funktioniert und sie eingeschlagen haben", sagte er.

Fritsch möchte Anfang diese Verdienste allerdings nicht zurechnen. Es sei zwar so, dass ebenjener Tietz, Linksverteidiger Emir Karic oder Innenverteidiger Jannik Müller noch während der Amtszeit von Anfang verpflichtet worden seien, doch die Verantwortung dafür liege bei der Sportlichen Leitung – und somit beim Sportlichen Leiter Carsten Wehlmann und Präsidiumsmitglied Tom Eilers. Von Torjäger Tietz sei Anfang außerdem nicht wirklich überzeugt gewesen.

Fritsch rechnet mit Pfiffen

Wie die Darmstädter Fans Anfangs Abgang letztlich bewerten, wird sich zeigen, wenn er am Sonntag das Stadion am Böllenfalltor betritt. Fritsch gießt diesbezüglich noch einmal Öl ins Feuer und betont, dass ihn Pfiffe gegen den Ex-Coach nicht verwunden würden.

Ich denke, wenn jemand sich aus einem laufenden Vertrag herauslaviert, kommt das bei den Darmstädter Fans nicht gut an.

Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch im Gespräch mit dem "Lilienblog"

Mehr zum Thema:

Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 15. Oktober 2021, 18:06 Uhr