Zu viele Gegentreffer – Werder sucht die Null

17 Gegentreffer hat die Werder Bremen bereits in der Liga kassiert. In keinem Saisonspiel gingen sie ohne Gegentor vom Platz. Das soll sich bald ändern.

Grujic köpft auf das Tor von Jiri Pavlenka
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Der letzte Werder-Sieg ohne Gegentreffer liegt bereits fünf Monate zurück. Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison gewannen die Bremer mit 1:0 bei 1899 Hoffenheim. In dieser Saison warten die Bremer noch auf ihr erstes Zu-Null-Spiel. Einen Treffer haben sie immer kassiert, oft sogar zwei.

Die Gründe der Probleme liegen auf der Hand: Die zahlreichen Verletzten, wie Moisander, Toprak, Langkamp und Augustinsson haben zur einer Destabilisierung der Abwehr geführt. "Das war für uns einfach nicht zu kompensieren, aber das ist bald auch wieder vorbei", ist sich Sportchef Frank Baumann sicher.

Toprak und Moisander kehren zurück

Auch Milos Veljkovic ist erst seit zwei Partien wieder mit dabei. Vor vier Monaten hatte sich der Serbe einen Zehenbruch zugezogen. Anpassungsschwierigkeiten habe er nach der langen Zeit aber nicht gehabt, so der 24-Jährige. "Ich fühle mich fit und gut nach den zwei Spielen. Aber ich bin auch kein junger Spieler mehr, der viel Zeit braucht", betonte Veljkovic.

Die Bremer hoffen die Defensivprobleme noch in diesem Jahr in den Griff zu bekommen. Ömer Toprak steht kurz vor einem Comeback und auch Niklas Moisander soll spätestens im November wieder zum Einsatz kommen, gleiches gilt für Ludwig Augustinsson. Mit diesem Trio würde die Abwehr deutlich an Qualität gewinnen.

Der Konkurrenzkampf im Training ist gut für die Mannschaft und hilft uns weiter. Wir brauchen jeden von uns.

Milos Veljkovic, Werder Bremen

Andere Spiele müssten dafür in die zweite Reihe rutschen. Auch Milos Veljkovic könnte sich plötzlich auf der Bank wieder finden, denn für Trainer Florian Kohfeldt sind Toprak und Moisander gesetzt. Veljkovic will seinen Platz in der Innenverteidigung aber nicht kampflos räumen. "Mein Anspruch bleibt immer gleich, ich will immer spielen. Daran hat sich nichts geändert."

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 22. Oktober 2019, 18:06 Uhr