Darum nahmen die Werder-Spieler den Hinterausgang

Polizei marschiert vor dem Weserstadion auf, an der Straßenseite stehen einige hundert Werder-Fans.
Die Bremer Polizei hatte vor und nach dem Werder-Spiel vor dem Weser-Stadion jede Menge zu tun. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Eigentlich stehen die Werder-Fans stets wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft. Aber nach dem Abstieg brach sich bei vielen dann doch die Wut und Frustration bahn.

Als es vorbei war, wurde auf den großen Videoleinwänden im Weser-Stadion ein simples "Tschüss" eingeblendet. Tschüss erste Liga also, wann es ein Wiedersehen in der Bundesliga gibt, ist ungewiss.

"Vorstand raus": Angespannte Stimmung am Stadion nach Werders Abstieg

Video vom 22. Mai 2021
Reporterin Janna Betten, die vor dem Weserstadion eine Schalte ins Studio moderiert.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Die Bremer Spieler verließen am frühen Samstagabend aus Angst vor den eigenen Fans durch einen Hinterausgang das Stadion. Denn vor der Ostkurve hatten sich etwa 2.000 sehr frustrierte Werder-Anhänger aufgebaut, die ihre Wut durch "Vorstand raus"- und "Baumann raus"-Rufe herausließen. Flaschen wurden geworfen und versucht, durch die Absperrgitter über Tor eins ins Stadion einzudringen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Ein parat stehender Wasserwerfer wurde jedoch nicht mehr benötigt.

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Die Lage beruhigte sich schnell wieder

Frustrierte Werder-Fans stehen dicht gedrängt vor dem Weserstadion.
Die Wut der Werder-Fans brach sich nach dem Spielende vor der Ostkurve bahn. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Die Bremer Polizei hatte bereits vor dem Spiel Mühe gehabt, eine ähnlich große Anzahl an Fans, die den Mannschaftsbus empfangen hatten, im Zaum zu halten. Es hatte zahlreiche Verstöße gegen die Hygiene-Maßnahmen gegeben, Pyrotechnik und Feuerwerkskörper wurden verwendet. Nach dem Spiel mischte sich in die Enttäuschung über den Abstieg bei vielen Fans zudem Alkohol hinein, was die aggressive Stimmung noch verstärkte.

Die Lage beruhigte sich am Samstagabend jedoch schnell wieder. Auch an der Bremer Sielwall-Kreuzung, die oft Zentrum von ausschweifender Feierstimmung oder eben Eskalation der Werder-Fans ist, kam es zu keinen Vorfällen mehr. Die Wut verlagerte sich danach in die Sozialen Netzwerke.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. Mai 2021, 19:30 Uhr