Beachvolleyball-Ass Ludwig macht Bremer Schülern eine große Freude

Bremer Inklusionsklasse gewinnt Fair-Play-Preis der Schulsportstiftung

Bild: Radio Bremen

Die Olympiasiegerin von 2016 schaute bei der Klasse 6a der Oberschule an der Ronzelenstraße vorbei. Diese hat die "Werte-Challenge" von "Jugend trainiert" gewonnen.

Wenn Sportlerinnen und Sportler einmal nicht ihre optimale Lösung bringen, kennen manche Menschen in den Sozialen Medien keine Grenzen mehr. Was sie sich von Angesicht zu Angesicht niemals zu sagen trauen würden, wird in den Sozialen Medien dann ohne großes Nachdenken als Kommentar geschrieben. Oftmals fallen hierbei auch wüste Beleidigungen. "Hate Speech" wird dieses Phänomen genannt.

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst jubeln mit der Gold-Medaille.
Gemeinsam mit Kira Walkenhorst holte Laura Ludwig (links) 2016 in Rio de Janeiro die Gold-Medaille. Bild: Imago | Sven Simon

Deutlich dagegen hat sich die Inklusionsklasse 6a der Oberschule an der Ronzelenstraße engagiert und zum Thema "Fair Play" ein Video für den Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia & Paralympics" der Deutschen Schulsportstiftung produziert. Mit diesem belegten die Schülerinnen und Schüler in der Kategorie "Werte-Challenge" den 1. Platz und durften sich am Mittwoch über den Besuch von Olympiasiegerin Laura Ludwig freuen. Die Beachvolleyballerin gewann 2016 in Rio de Janeiro mit Kira Walkenhorst die Gold-Medaille und überbrachte den Sechstklässlern als Preis zwei große Metallkisten mit neuen Sportgeräten. Dafür reiste sie trotz Umzugsstress extra aus Hamburg nach Bremen.

Ich freue mich sehr darüber, weil wir gewonnen haben und mit Laura Ludwig eine bekannte Persönlichkeit hier ist.

Zwei Schüler stehen in der Turnhalle und sprechen mit dem Sportblitz.
Paul, Schüler der 6a der Oberschule an der Ronzelenstraße

Schüler hängen an Ludwigs Lippen

Möglich war Ludwigs Besuch, da sie momentan schwanger ist und ihr zweites Kind erwartet. Das Training pausiert, stattdessen gab sie den Kindern einige wertvolle Tipps und war ganz erstaunt, als ein Junge erzählte, dass er Einradhockey spielt. "Da würde ich umfallen", scherzte die 36-Jährige. Ihr wiederum hörten alle gespannt zu, als sie erzählte, dass sie mit acht Jahren den Tipp ihrer Mutter befolgte und anfing, Volleyball zu spielen. Fünf Jahre später probierte sie es dann zum ersten Mal mit Beachvolleyball. In Bremen freute sie, wieviele Schüler von ihren Erfolgen wussten.

Das Feedback war der Wahnsinn. Ich war überrascht, wieviele mich kannten und aufgeregt waren. Das war sehr, sehr süß. Dabei war ich aufgeregt, wieder in einer Schule zu sein.

Laura Ludwig schaut beim Interview in die Kamera.
Laura Ludwig im Gespräch mit dem Sportblitz

Sport bringt mehr als nur Fitness

Sie selbst, erzählt sie, habe durch den Sport auch viel für das Leben gelernt, denn dieser sorge für Zusammenhalt und helfe auch bei der Integration. Aber auch die Werte des "Fair Play" seien eben wichtig. Deswegen findet sie es so klasse, dass die Schüler sich auch für einen fairen Umgang miteinander im Internet einsetzen.

Gerade im Internet und in Social Media wird viel ausgesprochen, was nicht ausgesprochen werden sollte oder verletzend ist. In ihrem Video haben sie sehr gut verdeutlicht, was es bedeuten kann, wenn man blöde Worte an den Kopf geschmissen bekommt.

Laura Ludwig schaut beim Interview in die Kamera.
Laura Ludwig im Gespräch mit dem Sportblitz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. März 2022, 18:06 Uhr