So erlebten die Volleyballer vom TV Baden das "Spiel ihres Lebens"

Video vom 8. November 2021
Die Volleyballer des TV Baden bilden einen Spielerkreis.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Im Pokal-Duell gegen die Berlin Volleys machten die Achimer dem "FC Bayern des Volleyball" das Leben schwer. Am Ende schnupperte der Zweitligist sogar an einer kleinen Sensation.

Fast hätten die Volleyballer vom TV Baden dem "Spiel ihres Lebens" noch die Krone aufgesetzt. Denn beinahe hätte der Zweitligist im Pokal-Duell gegen die Berlin Volleys sogar einen Satz gewonnen. Am Ende aber mussten sich die Achimer auch im dritten Satz geschlagen geben, sodass sie mit einer glatten 0:3-Niederlage (19:25, 17:25, 22:25) dem "FC Bayern München des deutschen Volleyballs" unterlagen. Die gute Stimmung trübte die deutliche Niederlage im Pokal-Achtelfinale aber nicht. "Wir haben an Emotionen und Freude alles aus diesem Spiel mitgenommen", sagte Trainer Werner Kernebeck im Gespräch mit dem Sportblitz.

Die Mannschaft hat völlig euphorisiert aufgespielt. Wir haben jeden Punkt gefeiert, als ob es der letzte Punkt gewesen wäre.

Werner Kernebeck, Trainer des TV Baden, im Gespräch mit dem Sportblitz

"Ganz Volleyball-Deutschland kennt jetzt den TV Baden"

Die Volleyballer der TV Baden treffen sich zum Schlachtruf.
Die Volleyballer des TV Baden machten dem Favoriten aus Berlin zeitweise das Leben richtig schwer. Bild: Radio Bremen

Dass der klare Außenseiter gegen den Favoriten aus Berlin ganze 58 Punkte erzielt hatte, nötigte auch dem Gegner eine gehörige Portion Respekt ab. "Sie haben sich unheimlich gut geschlagen und mehr Punkte gegen uns gemacht als mancher Bundesligist", sagte Nationalspieler Ruben Schott. Ähnlich sah es Baden-Coach Kernebeck: "Wir haben Berlin zum Nachdenken gebracht, das ist Lohn genug. Ganz Volleyball-Deutschland kennt jetzt den TV Baden."

Großen Anteil am Erfolg hatten auch die rund 350 Zuschauer. Die ganze Partie über hatten die Heimanhänger die Lahofhalle in einen Hexenkessel verwandelt. "Unsere Fans sind immer richtig motiviert uns anzufeuern, aber heute war noch eine Schippe mehr drauf", sagte Baden-Spieler Björn Hagestedt. "Wir hatten sogar Probleme, uns auf dem Feld zu verständigen." Auch der Gast aus der Hauptstadt zeigte sich von der kleinen, aber feurigen Kulisse beeindruckt.

Es hat unheimlich viel Spaß gemacht vor dieser Kulisse zu spiele. Es war eine richtige Hölle heute und super laut. Für alle Beteiligte war es ein geiles Erlebnis.

Ruben Schott, Volleyball-Nationalspieler der Berlin Volleys

Im dritten Satz wird es spannend

Während die ersten beiden Sätze eher einseitig verliefen, kam im dritten Satz auf einmal Spannung auf. Mehr noch: Die Achimer gingen sogar mit 19:18 in Führung, eine kleine Volleyball-Sensation lag in der Luft. Auch kurz darauf war beim Stand von 22:22 völlig offen, welches Team den Satzgewinn für sich verbuchen sollte. Letztendlich aber machten die Berliner, die elf deutsche Meisterschaften und fünf Pokalsiege in ihrer Vita stehen haben, kurzen Prozess und holten drei Zähler in Folge.

Die Volleyballer der TV Baden spielen gegen die Berlin Volleys.
In der Achimer Lahofhalle ging es beim Aufeinandertreffen zwischen dem TV Baden und den Berlin Volleys hoch her. Bild: Radio Bremen

"Natürlich hätten wir am Ende gerne noch den Satz mitgenommen, aber jede Führung ist eine schöne Führung", sagte Baden-Spieler Hagestedt. Die Enttäuschung über den vergebenen Punkt trübte die Stimmung jedenfalls nur kurz, wie Teammanager Peter-Michael Sagajewski resümierte: "Am Ende war es Pech, aber dem kräht jetzt auch kein Hahn mehr nach."

Die Mannschaft war wahrscheinlich selbst ein bisschen von sich überrascht. Sportlich haben wir meine Erwartungen weit übertroffen.

Baden-Teammanager Peter-Michael Sagajewski im Gespräch mit dem Sportblitz

David gegen Goliath im Volleyball: TV Baden will die Pokal-Sensation

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Mittelblocker des Volleyball-Teams TV Baden, Björn Hagestedt im Sportblitz- Studio.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autoren

  • Olaf Rathje Moderator
  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. November 2021, 18:06 Uhr