Kommentar

Streit um Werders Trainingsverbot: Zusammenarbeit würde allen helfen

Wann steigt Werder Bremen wieder ins Mannschaftstraining ein? Darüber streiten Verein und Politik. Dabei könnten sie gemeinsam mehr erreichen, meint Sportblitz-Reporter Jan-Dirk Bruns.

Video vom 5. April 2020
Jan-Dirk Bruns vor einer orangenen Wand.

Lieber Ulrich Mäurer, lieber Frank Baumann,

inhaltlich gebe ich Ihnen Recht, Herr Mäurer: Es ist kein gutes Zeichen an die Republik, wenn die Bundesligisten wieder in Kleingruppen mit bis zu zehn Spielern trainieren wollen. Und dazu auch noch die Nachswuchsmannschaften der U23 und der U19. Warum sollen für den Profifußball bei den Kontaktbeschränkungen andere Regeln gelten als für alle anderen Bundesbürger?

Aber auf Schalke, in Hamburg, in Köln oder sonstwo wird schon wieder trainiert. Werder hat also einen klaren Wettbewerbsnachteil. Da hat Herr Baumann recht. Andere Bundesländer, andere Vorschriften. Föderalismus ist ziemlich anstrengend. Letzlich wollen Sie, meine Herren, doch das gleiche: Nämlich das Virus besiegen.

Warum kämpfen Sie also nicht gemeinsam für eine bundesweite, einheitliche Lösung? Nicht der eine im Sport und der andere in der Politik, nein, beide gemeinsam auf beiden Feldern. Das würde dem Land und der Liga helfen. Baumann und Mäurer gemeinsam – das wäre mal ein Zeichen. Und das ginge übrigens auch aus dem Homeoffice.

Autor

  • Jan-Dirk Bruns

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. April 2020, 19:30 Uhr