So erlebt Radprofi Kämna den ersten Ruhetag der Tour de France

Die erste Tour-Woche ist geschafft, doch der Bremer Radprofi ist mit seiner Leistung alles andere als zufrieden. Immerhin kann Lennard Kämna jetzt einen Tag ausspannen.

Video vom 7. September 2020
Lennard Kämna blickt die Straße hoch.
Bild: Imago | Panoramic International

Nach neun Etappen legt die Tour de France am Montag den ersten Ruhetag ein. Mehr als 1.500 Kilometer haben die Tour-Teilnehmer in der ersten Woche zurückgelegt. Flachetappen wechselten sich mit Rennen durch hügelige und gebirgige Landschaften ab, entsprechend geschlaucht sind die Fahrer, die sich nun eine Auszeit gönnen. Doch auch der Ruhetag wird teilweise im Sattel zugebracht, wie Lennard Kämna dem Sportblitz erzählt.

"Wir sind entspannt eine Stunde Rad gefahren, haben sogar andere Teams getroffen", so der Bremer, der für Bora-Hansgrohe an den Start geht. Im Laufe des Tages gibt der 23-Jährige hier und dort noch Interviews und lässt sich massieren. Den Abend verbringt er entspannt im Bett, um Kraft zu tanken für die zweite Tour Woche, die besser beginnen soll als die vorherige.

Sturz-Blessuren heilen langsam aus

Lennard Kämna steht in voller Montur im Tourbus.
Nach neun Tour de France-Etappen befindet sich Lennard Kämna in der Gesamtwertung auf Platz 69. Bild: Importer

Sowohl auf der ersten als auch auf der zweiten Etappe hatte Kämna "Sturzpech", wie er sagt. Von den Begegnungen mit dem Asphalt trug er Blessuren am Rücken und an der Hüfte davon, startete entsprechend angeschlagen in die folgenden Etappen. Womöglich waren die Stürze einer der Gründe dafür, dass er seine Leistung bislang nur bedingt abrufen konnte. Was in Zahlen bedeutet: In der Gesamtwertung liegt er auf Rang 69, in der Nachwuchswertung immerhin auf Platz elf. Inzwischen geht es ihm wieder besser. "So langsam sind die Sturzfolgen ausgeheilt", sagt der gebürtige Fischerhuder. "Ich hoffe, dass ich nun wieder angreifen kann."

Doch nicht nur für Kämna läuft es bislang alles andere als rund: Auch sein Team hat eine eher mäßige Woche hinter sich. Der angepeilte Podiumsplatz für Bora-Hansgrohe-Kapitän Emanuel Buchmann liegt angesichts von 5:45 Minuten Rückstand zur Spitze bereits in nahezu uneinholbarer Ferne.

"Emu (Emanuel Buchmann, Anm. d. Red.) ist im Gesamtklassement deutlich zurückgefallen, daher werden wir ein paar neue Taktiken fahren", sagt Kämna. Möglich also, dass er und seine Mitstreiter sich künftig vermehrt Ausreißergruppen anschließen werden, um die ein oder andere starke Tagesplatzierung zu erzielen. Zudem geht es für Bora-Hansgrohe noch um das grüne Trikot für den besten Sprinter, das aktuell Kämnas Teamkollege Peter Sagan innehat.

Die nächsten Tage werden für uns auf Sprint gehen. Wir haben jetzt ein, zwei Flachetappen vor uns und werden versuchen, das grüne Trikot zu behalten.

Tour-de-France-Teilnehmer Lennard Kamna im Sportblitz

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. September 2020, 18:06 Uhr: