"Tor des Monats": Keiner flog so schön wie "Air" Riedle

Video vom 28. Mai 2021
Karl-Heinz Riedle köpft 1989 in der WM-Qualifikation  gegen die Niederlande den 1:0-Treffer für Deutschland.
Bild: Imago | Ferdi Hartung
Bild: Imago | Rust

Im Fußball hat Karl-Heinz Riedle fast alles gewonnen, auch mit Werder Bremen. Doch die Art, wie der Stürmer-Star seine Tore erzielte, machte ihm niemand nach.

Und dann kam er angeflogen – ein unnachahmlicher Hechtsprung, aus dem Nichts. Und für einen Moment schien Karl-Heinz Riedle wirklich zu fliegen. Dann berührte er mit seinem Kopf den Ball und der segelte unhaltbar im hohen Bogen ins Netz der Niederländer. "Air Riedle" kam, flog und traf – und so schön konnte nur er fliegen.

Es war in der WM-Qualifikation zwischen Deutschland und den Niederlanden im April 1989 und Riedle gelang in der 68. Minute der wunderbare Treffer zum 1:0. Bei der Europameisterschaft im Vorjahr hatte sich das deutsche Team dem Erzrivalen im Halbfinale beugen müssen, die Schmach saß tief. Doch dann kam "Air" Riedle herangeflogen und bescherte seiner Mannschaft beim 1:1 zumindest den Achtungserfolg gegen den Europameister – belohnt wurde es mit dem "Tor des Monats".

Sein Kopfballtreffer macht Werder Meister

Rückansicht von Werder-Stürmer Karl-Heinz Riedle im Jahr 1988 mit der Trikotnummer neun.
Im Sommer 1987 kam Karl-Heinz Riedle zu Werder Bremen und spielte und Trainer Otto Rehhagel. Bild: Imago | Kicker / Liedel

Riedle hatte zwei Jahre zuvor schon einmal die begehrte Medaille der Sportschau bekommen, wieder für ein Kopfball-Tor, aber damals noch für Blau Weiß Berlin. 1987 kam er zu Werder Bremen, mit 21 Jahren. Und er sollte in die Fußstapfen keines geringeren als Stürmer-Star Rudi Völler treten, doch Riedle schaffte es. Und obwohl ihm im Trikot des SVW nie ein "Tor des Monats" gelang, bescherte sein Kopfballtreffer Werder 1988 die deutsche Meisterschaft.

1991 traf Riedle für Deutschland dann wieder per Kopf und wieder wurde der Treffer zum "Tor des Monats" gewählt. Da spielte Riedle bereits bei Lazio Rom und war Weltmeister geworden. 1997 schnappte er sich mit Borussia Dortmund dann sogar noch den Champions-League-Pokal, steuerte im Finale zwei Tore bei. Und keiner flog so schön wie "Air" Riedle.

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Video vom 12. April 2021
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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. Mai 2021, 18:06 Uhr