"Das tut weh": Werder-Coach Tamas hadert mit dem Verlauf der Saison

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Das Bremer Tischtennis-Team verliert seine Spiele oftmals knapp. Coach Cristian Tamas ärgert sich darüber – und hofft, dass es nach der Pause endlich besser läuft.

Hinter dem Tischtennis-Team von Werder liegen ein paar knallharte Tage. Am Sonntag verloren die Bremer in der Bundesliga noch mit 2:3 beim TSV Bad Königshofen, doch zum Frust schieben blieb keine Zeit, denn bereits am Montag lag das Viertelfinale im Pokal beim 1. FC Saarbrücken TT an. Werder schlug sich gegen den klaren Favoriten wacker, musste sich beim 1:3 am Ende aber doch geschlagen geben. Das Final-Four-Turnier verpassen die Bremer somit.

Für Werder wäre dieses in der bisher maximal durchwachsenen Saison ein echter Lichtblick gewesen. Aktuell liegen die Bremer auf dem 9. Platz in der Tabelle. Damit ist auch Coach Cristian Tamas alles andere als zufrieden. "Wir haben in der Liga sieben Schluss-Doppel gespielt, davon aber nur zwei gewonnen", hadert er im Gespräch mit dem Sportblitz. "Solche knappen Spiele zu verlieren, das tut weh."

Falcks Knie und Corona machen Werder das Leben schwer

Für das Schwächeln in der Bundesliga sieht Tamas mehrere Gründe. "Am Anfang hatten wir große Probleme", betont er. Eines dieser Probleme waren die Kniebeschwerden, die Mattias Falck vor allem zu Beginn der Saison plagten. "Er konnte den ganzen Sommer keine zwei Wochen nacheinander trainieren", blickt Tamas zurück. Kirill Gerassimenko musste zwischenzeitlich zudem für zwei Wochen pausieren, da bei ihm das Corona-Virus nachgewiesen wurde. "So zu starten, das ist ein riesiger Nachteil."

Gleichwohl ist Tamas überzeugt, dass die Bremer besser dastehen könnten. Dafür hätten sie aber eben mehr Schluss-Doppel gewinnen müssen. Und wenn man so viele Spiele knapp verliert, würde eben irgendwann auch das Selbstvertrauen sinken. Nichtsdestotrotz macht der Auftritt seines Teams in Saarbrücken Tamas Mut für die nächsten Aufgaben. "Wenn wir so spielen, werden wir in der Liga noch einige Spiele gewinnen."

Werder will stärker aus der Pause kommen

Für die Bremer liegt nun in der Bundesliga aber erst einmal eine Pause an. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Bremer am 5. Dezember um 15 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle gegen den Post SV Mühlhausen. Bis dahin starten Falck und Gerassimenko beim WTT-Contender-Turnier in der slowenischen Stadt Lasko. Anschließend nehmen Falck, Gerassimenko sowie Hunor Scözs und Marcelo Aguirre Ende November an der Weltmeisterschaft in Houston teil. Tamas hofft, dass die Pause vom Liga-Alltag seinem Team helfen wird. "Wir müssen uns vom schlechten Start ein wenig erholen", sagt er. Hilfreich wäre es dabei sicherlich auch, wenn seine Spieler in der Zwischenzeit einige Erfolgserlebnisse feiern. Gerade Vize-Weltmeister Falck traut Tamas bei der Weltmeistschaft einiges zu.

Er fühlt sich gut, hat keine Schmerzen mehr und kann besser trainieren. Das sind die Voraussetzungen, und die sind erfüllt. Man erkennt, dass er von Spiel zu Spiel besser spielt. Wenn er in guter Form ist, kann er alles erreichen.

Werder-Trainer Cristian Tamas über Mattias Falck

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. November 2021, 18:06 Uhr