Jetzt verliert Werder auch im Tischtennis

Gegen Verfolger Bergneustadt kassierten die Bremer am Sonntag eine 1:3-Niederlage am letzten Spieltag des Jahres. Besonders Vizeweltmeister Falck ärgerte sich mächtig.

Mattias Falck fixiert bei der Returnbewegung den Ball.
Frustriert: Vizeweltmeister Mattias Falck konnte gegen Bergneustadt nur einen Punkt für Werder Bremen beisteuern. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mattias Falck verschwand erst einmal in der Kabine. Dann kam der Schwede zurück in die Halle und hockte sich auf einen der Stühle der Mannschaftsbank. Der Frust saß tief bei Werders Vizeweltmeister, diese Niederlage hatte richtig weh getan. Und der Weltranglistenneunte brauchte einen Augenblick, um den Ärger runterzuschlucken.

Ich war nach dem Spiel ziemlich wütend. Das war ein hartes Match, ärgerlich. Aber er ist ein sehr guter Spieler, er hatte die besseren Momente auf seiner Seite.

Werder-Profi Mattias Falck bei buten un binnen
Benedikt Duda konzentriert sich beim Aufschlag auf den Tischtennisball.
Der Spielverderber: Benedikt Duda legte mit zwei Siegen die Grundlage für den Erfolg Bergneustadts. Bild: Imago | Sven Simon

Er, das war Benedikt Duda, der Topspieler von Schwalbe Bergneustadt, dem Tabellenfünften. Und nicht nur Falck hatte Duda mit dem 3:2-Sieg die Laune verdorben. Schon zuvor Werders Nummer zwei, Kirill Gerassimenko, und im Grunde allen Grün-Weißen – denn eigentlich wollte Werder den ärgsten Verfolger gerne auf Abstand halten. Stattdessen kassierten die Bremer am letzten Spieltag des Jahres in eigener Halle eine 1:3-Niederlage.

Werder rutscht auf Rang vier

Und so rutscht Werder vom zweiten Tabellenplatz auf Rang vier ab, zwar punktgleich mit dem Zweiten und Dritten aus Düsseldorf und Ochsenhausen (24:8), aber mit dem schlechteren Satzverhältnis. Und Bergneustadt sitzt Werder damit mit 22:10 Punkten weiter dicht im Nacken im Kampf um die Playoff-Plätze.

Schade, dass es nicht mehr zum Schluss-Doppel gekommen ist. Es waren zwei enge Spiele und vielleicht hatten sie manchmal auch etwas Glück. Aber wenn man 3:1 gewinnt, dann ist das auch verdient. Wir tun uns einfach schwer gegen diesen Gegner.

Werder-Trainer Cristian Tamas bei buten un binnen

Eine halbe Stunde lang lief alles für Werder

Dabei sah es nach einer halben Stunde noch so rosig für Werder aus. Falck hatte Paul Drinkhall im Eiltempo von der Platte gefegt und Gerassimenko hatte mit einer furiosen Leistung den ersten Satz gegen Duda gewonnen. Doch dann lief irgendwie alles schief für die Bremer, die ganz froh waren, dass sie endlich eine Verschnaufpause bekommen.

Ich denke, wir hatten definitiv gute sechs Monate. Wir werden jetzt etwas Kraft tanken, etwas Ruhe und dann weitermachen. Es ist wichtig, dass wir alle ein bisschen rauskommen. Es waren lange Wochen für uns. Schade, dass wir uns nicht mit einem Sieg verabschieden konnten, aber wir können mit gutem Gefühl Weihnachten feiern.

Werder-Trainer Cristian Tamas bei buten un binnen

Am 3. Januar geht es für die Tischtennis-Asse aber bereits weiter mit dem Trainingslager, bevor am 10. Januar der 17. Spieltag mit Gegner Ochsenhausen wartet. "Viel Pause ist es nicht", meinte Falck, "für mich geht das Training am 28. Dezember schon wieder los. Dann schob der 28 Jahre alte Schwede hinterher: "Aber ich freue mich jetzt auf meine Familie und die Feiertage." Und da hatte Falck sein Lächeln schon wiedergefunden.

SV Werder Bremen – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3

Mattias Falck – Paul Drinkhall 3:0 (11:6, 11:6, 11:6)
Kirill Gerassimenko – Benedikt Duda 1:3 (11:5, 7:11, 8:11, 6:11)
Marcelo Aguirre – Alvaro Robles 1:3 (9:11, 4:11, 11:9, 6:11)
Mattias Falck – Benedikt Duda 2:3 (11:1, 9:11, 7:11, 11:7, 7:11)

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. Dezember 2019, 18:06 Uhr