Was heißt hier Pingpong? 10 kuriose Tischtennis-Fakten

Gewusst? Bremen hat sogar einen Tischtennis-Eintrag im Guinness-Buch. Mit diesen wichtigen Fakten glänzen Sie beim Small-Talk während der German Open in dieser Woche.

Ein Tischtennisspieler am Boden bei einer halben Rolle rückwärts.
Hoppla! Beim Tischtennis ist in jedem Fall auch Gelenkigkeit gefragt. Bild: Imago | Mika

Wer miterleben will, wie sich die besten Tischtennisprofis der Welt furios und virtuos die Schmetterbälle um die Ohren donnern, der kann sich in dieser Woche Anschauungsunterricht vom Feinsten in der Bremer Stadthalle holen. Aber seien wir ehrlich, wie Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Co. treffen wir ja doch nicht die Bälle. Schlimmer noch: Wir würden die Bälle nicht einmal sehen, wenn sie angeflogen kommen. Aber seien wir nicht zu hart zu uns selbst: Zuschauen kann schließlich auch richtig Spaß machen!

Wir grooven Sie ordentlich ein, damit Sie auf der Tribüne und beim Expertenschnack während des Getränkeholens mit nützlichem Fachwissen glänzen können.

10 Dinge, die Sie noch nicht über Tischtennis wussten

1 Ein Ballwechsel so lang wie ein Arbeitstag

Der längste Ballwechsel aller Zeiten dauerte über 8 Stunden und 34 Minuten und wurde 2009 in Japan gespielt – von Koji Matsushida und Hiroshi Kamura-Kittenberger. Ein durchschnittlicher Arbeitstag im Büro also.

2 173 Schläge pro Minute – es ist nicht der Herzschlag

173 Mal pro Minute wurde 1993 in Ipswich (Großbritannien) beim schnellsten Ballwechsel hin und her gespielt – von Jackie Bellinger und Lisa Lomas. Die Zuschauer haben heute noch einen steifen Nacken.

3 Das passiert bei einem Schmetterschlag

Ein Schmetterball kann bis zu 180 km/h erreichen – dabei wirken Kräfte von bis zu einer Tonne! Der Ball berührt den Schläger nur für eine tausendstel Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 20 Prozent. Ui, könnten wir das bitte nochmal in Zeitlupe sehen?

4 Mit neun Jahren Tischtennis-Profi

Bundestrainer Jörg Roßkopf unterzeichnete bereits im Alter von neun Jahren seinen ersten Profivertrag! Und wir dachten immer, Kinderarbeit sei verboten.

5 3.000 Umdrehungen – es ist nicht der Drehzahlmesser

Tischtennisspieler Ruwen Filus bei einem Vorhandschlag in Aktion.
Ruwen Filus mit vollem Einsatz bei seiner Vorhand. Bild: Imago | Kirchner-Media

Bei einem optimal angeschnittenen Topspin dreht sich der Ball 50 Mal pro Sekunde um die eigene Achse. Das sind hochgerechnet 3.000 Umdrehungen pro Minute. Zum schwindelig werden.

6 Energieverbrauch wie ein Top-Leichtathlet

Ein Profispieler verliert während eines Turniers bis zu sieben Pfund Gewicht pro Wettkampftag. Während eines Satzes mit 21 Punkten (inzwischen wird bis elf gespielt) verbraucht er etwa die gleiche Energie wie ein Leichtathlet, der 100 Meter in 10,2 Sekunden läuft. Wir bleiben dann doch lieber beim Rundlauf.

7 Größter Rundlauf der Geschichte: in Bremen!

Apropos: Der größte Rundlauf fand am 27. April 2000 in Bremen parallel zur Europameisterschaft statt. An 40 Tischen spielten 245 Hobbyspieler 61 Minuten lang. Damit schaffte man es ins Guinness-Buch der Rekorde. Chapeau!

8 Erst Tischentennis-Weltmeister, dann Wimbledon-Sieger

Wer hätte das gedacht? Fred Perry wurde 1929 Tischtennis-Weltmeister. Erst später stieg er auf Tennis um und wurde durch seine Siege in Wimbledon bekannt. Vielleicht könnten wir dann doch noch von Rundlauf auf echtes Tischtennis umsteigen.

9 Tischtennis war Vorlage für das Ur-Videospiel

Ein alter Fernseher, auf dem das Videospiel Pong zu sehen ist.
Bild: Imago | Michael Eichhammer

Das 1972 von Atari veröffentlichte "Pong" wurde zum ersten weltweit populären Videospiel und in den 1970er-Jahren zunächst auf Geräten in Spielhallen bekannt. Es gilt als Urvater der Videospiele, obgleich schon zuvor Videospiele entwickelt worden waren. Das Spielprinzip von Pong ist simpel und ähnelt dem des Tischtennis. Und wir sind ehrlich: Es schmeichelt unseren bescheidenen Tischtennis-Fähigkeiten sehr viel mehr.

10 Mit dem Tischtennis-Ball zum weltweiten Clubhit

"Pingpong" vom Elektro-Musik-Duo Computerjockeys war im Jahr 2000 ein weltweiter Clubhit und räumte mit dem Musikvideo noch diverse Preise ab. Eine Hymne für alle Tischtennis-Fans – und sicherlich ein hübscher Stimmungsmacher für die Stadthalle. Der Vorteil: Man muss so gar nicht textsicher sein.

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. Oktober 2019, 18:06 Uhr

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