Zitter-Auftakt für Falck – Rückschlag für Boll

Mattias Falck ballt nach dem Match die Siegerfaust und schreit seine Freude heraus.
Bild: Imago | Xinhua
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Gewackelt, aber nicht gefallen: Beim Start der Tischtennis-EM musste der topgesetzte Mattias Falck über die volle Distanz gehen. Für Timo Boll kam das Doppel-Aus.

Das erste Match bei einem großen Turnier ist oft das schwerste. Das musste am Donnerstagabend auch Mattias Falck feststellen. Der Schwede, der seit 2019 für Werder Bremen in der Bundesliga spielt, ist bei der Europameisterschaft in Warschau an Nummer eins gesetzt, der Erwartungsdruck hoch. In seiner Auftaktpartie wäre der Weltranglistenachte fast gescheitert.

Nach Monaten ohne Matchpraxis und nach einer leichten Knieverletzung kam Falck gegen den Belarussen Pavel Platonov nur schwer in Tritt. Der 29-Jährige lag schnell mit 0:2 in den Sätzen zurück, erkämpfte sich in den nächsten beiden Durchgängen jedoch wieder die Oberhand. Die Partie schien gedreht, von wegen. Falck gab die fünften Satz mit 6:11 ab und machte es dadurch im Best-of-seven-Modus wieder unnötig kribbelig.

Boll und Franziska im Doppel direkt raus

Im sechsten Durchgang kam die Qualität des Schweden und seine Erfahrung schließlich zum Tragen, der sich im Entscheidungssatz erneut ein paar Fehler zuviel leistete. Zittern bis zum Matchball, doch selbst ein Hechtsprung des Belarussen konnte Falck den Auftaktsieg (6:11, 9:11, 11:8, 11:6, 6:11, 11:2, 11:9) nicht mehr nehmen.

Während es für Falck dagegen im Doppel an der Seite von Kristian Karlsson im ersten Spiel glatt lief, kassierten die Titel-Mitfavoriten Timo Boll und Patrick Franziska direkt eine herbe Schlappe. Das deutsche Weltklasse-Doppel schied in der 1. Runde mit 2:3 gegen Darko Jorgic aus Slowenien und Tomislav Pucar aus Kroatien aus. Auch im Mixed kassierte Franziska mit seiner Partnerin Petrissa Solja eine glatte 0:3-Niederlage gegen die französischen Qualifikanten Simon Gauzy und Prithika Pavade.

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 24. Juni 2021, 16 Uhr