Nächster Dämpfer für Werders Tischtennis-Asse

Dämpfer für Werders Tischtennis-Asse

Audio vom 26. August 2021
Werders Tischtennis-Profi Mattias Falck pustet frustriert durch.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Viel Frust beim Bremer Bundesligisten auch am 2. Spieltag: Im Heimspiel gegen Neu-Ulm kassierte das Team um Topstar Mattias Falck mit 1:3 die zweite Niederlage.

Mattias Falck fluchte und haderte, schimpfte mich sich selbst – so kennt man den 29 Jahre alten Schweden eigentlich nicht. Doch was ihm der gerade mal 18-jährige Kay Stumper vom TTC Neu-Ulm da auf die Platte knallte, frustrierte Falck am Mittwochabend immer mehr. Diesem Teenager gelang einfach alles, dann kamen auch noch Tischkanten und Netzroller hinzu. Es war wirklich zum Verzweifeln.

Kay hat heute einen Sahnetag erwischt. So risikoreich, wie er gespielt hat, was er alles getroffen hat. Das war einfach sehr stark.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Gespräch mit dem Sportblitz

Doch Falck biss dennoch und kämpfte, der Weltranglistenneunte verlangte Stumper alles ab und kam dabei selbst wieder zu Chancen. Es ging hin und her in diesem entscheidenden fünften Satz und Werders-Topstar hatte schon vier Matchbälle teils grandios abgewehrt. Die 100 erstmals seit einem Jahr wieder zugelassenen Zuschauer in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle gaben Vollgas, aber beim fünften Matchball unterlief Falck doch der Fehler.

Gerassimenko fehlt Werders Team

Werders Tischtennis-Profi Hunor Szöcs konzentriert bei einem kraftvollen Rückhandschlag.
Die schwarze Serie von Hunor Szöcs setzt sich fort: Der Werder-Profi verlor in der vergangenen Saison alle Spiele und liegt bereits bei einer 0:2-Bilanz. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Erst die bittere 2:3-Schlappe gegen Grenzau am vergangenen Sonntag zum Beginn der Saison, nun folgte für das Team von Trainer Cristian Tamas der nächste Dämpfer am 2. Spieltag. Mit 1:3 unterlagen die Bremer. Falck hatte sein erstes Einzel gegen den hitzigen Vladimir Sidorenko mit einem starken Finish im vierten Satz gewonnen, danach unterlagen Hunor Szöcs und Marcello Aguirre in ihren Partien jedoch jeweils mit 0:3.

Man hat gemerkt, dass sie den Saisonauftakt gewonnen haben und wir verloren. So selbstbewusst ist Neu-Ulm aufgetreten. Wir hatten sehr gut trainiert, waren gut drauf. Auch Hunor haben wir wieder fit bekommen. Es ist sehr schade.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Gespräch mit dem Sportblitz

So hatten sich die Grün-Weißen den Start in die neue Saison nicht erhofft. Nach der schwierigen, vergangenen Spielzeit sollte es dieses Mal eigentlich besser laufen. Doch durch Olympia hatte Tamas nur eine zweiwöchige Saisonvorbereitung, bei der Falck noch pausierte und dann Kirill Gerassimenko noch wegen eines positiven Coronatests ausfiel.

Sechs Spiele binnen vier Wochen

Die Quarantäne ist in wenigen Tagen vorbei, doch Gerassimenko muss noch den Fitnessrückstand aufholen. Leicht wird das nicht, am kommenden Dienstag steht bereits das nächste Auswärtsspiel gegen Bergneustadt an. Zwei weitere folgen Schlag auf Schlag, sechs Partien in vier Wochen. Werder muss schnellstmöglich die Kurve kriegen.

Wenige Mannschaften in der Bundesliga können den Ausfall ihrer Nummer zwei kompensieren. Durch die Zeit müssen wir durch. Und wir müssen uns das Selbstvertrauen erkämpfen.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Gespräch mit dem Sportblitz

SV Werder Bremen – TTC Neu-Ulm 1:3

Mattias Falck – Vladimir Sidorenko 3:1 (11:6, 11:7, 7:11, 17:15)
Hunor Szöcs – Kay Stumper 0:3 (8:11, 8:11, 6:11)
Marcelo Aguirre – Tiago Apolonia 0:3 (6:11, 8:11, 6:11)
Mattias Falck – Kay Stumper 2:3 (8:11, 12:10, 7:11, 11:9, 11:13)

Mehr zum Thema:

Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 26. August 2021, 8:07 Uhr