Es geht aufwärts: 2. Sieg in Serie für Werders Tischtennis-Asse

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mit dem ersehnten Erfolg war es für den Bremer Bundesligisten in die Weihnachtspause gegangen. Nun gelang Werder gegen Bad Königshofen der nächste Befreiungsschlag.

Mattias Falck machte sich in einer Ecke der Halle bereits für sein mögliches zweites Einzel warm, während Marcelo Aguirre noch mittendrin war in seinem Duell mit Maksim Grebnev. Auch an diesem Sonntagnachmittag sah es wieder danach aus, als müsste Werders Topstar Falck zum zweiten Mal ran. Und das war bei den Bremern ja eigentlich meistens der Fall, denn entweder wackelte die Nummer zwei oder die Nummer drei im Werder-Team.

Dieses Mal war es die Nummer drei, Aguirre. Und Falck und die Bremer Bank sahen mit an, wie das Match ihres Teamkollegen stärker auf und ab wogte als die Nordsee bei Orkanböen – doch Aguirre wankte zwar, aber an diesem Tag fiel er nicht.

Erster 3:0-Sieg seit 2 Jahren

Den so rasant verlorenen vierten Satz hakte der 28 Jahre alte Paraguayaner ab und preschte im entscheidenden Durchgang sofort wieder vor. Dass Aguirre dann drei Matchbälle nicht verwandeln konnte, brachte ihn nicht mehr aus der Ruhe gegen den starken, jungen Russen im Team von Bad Königshofen. Der vierte Matchball saß und Aguirres zweiter Einzelsieg der Saison war endlich geschafft.

Da mache ich mich doch gerne umsonst warm – das war ein ganz wichtiger Sieg für uns heute. Und ich weiß gar nicht mehr, wann wir zuletzt mit 3:0 gewonnen haben.

Werders Doppelweltmeister Mattias Falck im Gespräch mit dem Sportblitz

Werders letzter 3:0-Sieg in der Liga liegt tatsächlich schon fast zwei Jahre zurück und datiert aus dem März 2020 gegen Fulda. Umso größer die Freude an diesem Nachmittag, der den Grün-Weißen endlich den ersehnten Schub Selbstvertrauen geben sollte, hofft auch Trainer Cristian Tamas: "Das war wichtig heute, endlich wieder ein 3:0-Sieg. Man sieht, dass wir jetzt eine gute Phase haben und die muss natürlich halten."

Konkurrenz kämpft mit Corona-Fällen

Tischtennis-Profi Kirill Gerassimenko reckt sich zu einem Rückhandschlag.
Kirill Gerassimenko lieferte im zweiten Einzel eine gute Leistung für Werder ab. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Leicht wird diese Aufgabe ab dem kommenden Wochenende sicherlich nicht. Denn im Doppelpack warten die Liga-Schwergewichte Saarbrücken und Düsseldorf und im Anschluss noch Abstiegskandidat Bad Homburg. "Das wird eine echte Herausforderung mit drei Spielen in acht Tagen", sagte Doppelweltmeister Falck: "Aber momentan haben viele Teams mit Corona-Fällen zu kämpfen. Man weiß nie, ob sich dadurch nicht doch Chancen ergeben."

Der ungeschlagene Tabellenführer Düsseldorf hatte im Parallelspiel gegen Bergneustadt ersatzgeschwächt so auch die erste Saisonniederlage kassiert. Werder hofft beim Heimspiel gegen die Borussia am 26. Januar dann zusätzlich wieder auf die Unterstützung der Zuschauer, die unter der 2G-Plus-Regel in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle zugelassen werden sollen.

Zuversicht zum Jahreswechsel

Werder hatte zu Beginn der Saison viel Verletzungspech und dazu einen Corona-Fall erwischt und dadurch war das Team nur schwer in Tritt gekommen. Auf einmal rückte der Abstiegskampf näher und nicht der Kampf um die Playoffs. Doch mit dem Jahreswechsel ist Tamas wieder zuversichtlicher, "die Pause hat allen gut getan", sagte der Werder-Coach, der endlich alle vier Spieler gesund und fit beisammen hatte in der Vorbereitung: "Und vor allem war wichtig, dass wir das letzte Spiel davor gewonnen hatten. Dadurch hatte man in der Pause deutlich positivere Energie."

Mit dieser positiven Energie will Werder den nächsten Kraftakt schaffen und sich als nun Neunter im Tabellenmittelfeld festsetzen. Und hofft darauf, dass ihnen Corona nicht wieder in Quere kommt. "Zum Glück sind wir alle geboostert", sagte Tamas, "dann würde zumindest die Quarantäne für die anderen entfallen, wenn etwas bei uns wäre."

SV Werder Bremen – TSV Bad Königshofen 3:0

Mattias Falck – Kilian Ort 3:0 (11:6, 11:9, 11:6)
Kirill Gerassimenko – Filip Zeljko 3:1 (11:5, 12:10, 5:11, 11:8)
Marcelo Aguirre – Maksim Grebnev 3:2 (6:11, 13:11, 11:9, 3:11, 11:6)

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 16. Januar 2022, 19:30 Uhr