Dominator Düsseldorf macht Werders Tischtennis-Asse platt

Borussia Düsseldorf ist derzeit das Maß der Dinge im Tischtennis. Werder kämpfte am Freitagabend gegen diese Übermacht an – musste sich aber mit 0:3 geschlagen geben.

Werders Tischtennis-Profi Mattias Falck wischt sich bei der Auszeit im Gespräch mit Trainer Cristian Tamas frustriert mit dem Handtuch durchs Gesicht.
Werders Nummer eins ohne Chance: Vizeweltmeister Mattias Falck musste sich Kristian Karlsson glatt mit 0:3 geschlagen geben. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Werders Teammanager Sascha Greber wusste genau, was seiner Mannschaft am Freitagabend bevorstehen würde: "Düsseldorf ist in überragender Form", stellte er anerkennend fest. Und der Begriff 'überragend' schien dabei sogar noch fast untertrieben, um den Gegner der Bremer zu beschreiben.

Vor Weihnachten schnappte sich Borussia Düsseldorf den Champions-League-Titel, am vergangenen Wochenende wurde der unangefochtene Spitzenreiter der Bundesliga dann auch noch Pokal-Sieger – das Maß der Dinge hat derzeit im Tischtennis nur einen Namen.

Sogar Falck ist chancenlos

Düssldorfs Tischtennis-Profi Ricardo Walther bejubelt mit gereckter Faust den Sieg über Kirill Gerassimenko.
Starker Auftritt: Ricardo Walther (vorne) macht gegen Werders Kirill Gerassimenko den 3:0-Sieg für Düsseldorf klar. Bild: Imago | Beautiful Sports

Werder wollte trotzdem gerne für eine große Überraschung in Düsseldorf sorgen, doch das blieb ein frommer Wunsch. Die Borussia benötigt gar nicht ihre Legende Timo Boll, sie hat mit Anton Källberg, Kristian Karlsson und Ricardo Walther ein bärenstarkes Lineup. Und die bügelten die Bremer mit 3:0 in eigener Halle ab.

Werder hat einen Schweden im Team, Vizeweltmeister und Weltranglistenachter Mattias Falck, doch Düsseldorf eben den schwedischen Doppelpack dabei – und an dem war kein Vorbeikommen. Falck bekam es erneut mit Karlsson zu tun – nicht nur sein Doppelpartner im Nationalteam, sondern auch noch sein Trauzeuge – doch wie schon im Hinspiel in Bremen wurde es ein frustrierendes Duell für Falck. Immer ist es eng zwischen den beiden. Doch dieses Mal gelang Werders Nummer eins nicht einmal ein Satzgewinn, Karlsson hatte immer die besseren Antworten.

"Müssen uns bis Sonntag steigern"

"Heute war ich ein bisschen besser", sagte der Düsseldorfer, "aber gegen seinen besten Freund zu spielen, ist nie einfach." Marcello Aguirre erging es nicht anders gegen Källberg und Kirill Gerassimenko konnte im dritten Einzel auch nur wenig ausrichten. Werder war an diesem Abend chancenlos und hat als Tabellenneunter kaum noch Hoffnung auf die Playoffs. Am Sonntag geht es für die Bremer im Heimspiel direkt weiter gegen Fulda.

Wir haben gut trainiert und sind hergekommen, um ein gutes Spiel zu machen – dementsprechend unzufrieden sind wir jetzt. Wir waren heute weit weg von einem Einzelsieg. Wir müssen uns definitiv steigern bis am Sonntag.

Werder-Trainer Cristian Tamas

Borussia Düsseldorf – SV Werder Bremen 3:0

Anton Källberg – Marcelo Aguirre 3:0 (11:7, 11:9, 11:4)
Kristian Karlsson – Mattias Falck 3:0 (11:7, 13:11, 11:4)
Ricardo Walther – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:6, 11:8, 11:3)

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 17. Januar 2021, 19:30 Uhr