Kampfgeist stimmt, Ergebnis nicht: Werder unterliegt Saarbrücken 1:3

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Das Auswärtsduell beim Bundesliga-Zweiten hatte es in sich. Doch obwohl Werders Tischtennis-Asse dagegen hielten, fuhren sie mit leeren Händen nach Bremen zurück.

Viel besser ging es eigentlich kaum, als das, was Mattias Falck und Darko Jorgic da in ihrem Duell an der Platte zeigten. Werders Topstar Falck gegen Saarbrückens starken Slowenen – es wurde ein Tischtennis-Highlight dieser Bundesliga-Saison, ein taktisches Meisterstück von beiden auf hochklassigem Niveau.

Keiner konnte sich vom anderen mal absetzen, jeder blieb seiner Strategie Punkt für Punkt treu – so packend dieser Krimi für die Zuschauer in Saarbrücken war, so extrem hart war diese Partie für die Köpfe der beiden Akteure. Dieses Match zu verlieren, würde richtig weh tun.

Tiefschlag für Falck

Falck kämpfte sich nach dem 0:2-Satzrückstand in den entscheidenden fünften Durchgang und führte sofort mit 3:0. Das Momentum schien endgültig dem 1,90 Meter großen Schweden zu gehören. Doch Jorgic und seine starke Rückhand meldeten sich noch zurück. Es war eines jener Matches, in denen bloß ein, zwei Punkte am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Und in denen sich der Verlierer wenig vorzuwerfen hat.

Besser macht es das allerdings nicht und es war mental ein herber Tiefschlag für Falck, dass er diese Partie nicht gewann. Werder lag nun mit 0:2 gegen den Tabellenzweiten zurück, denn Marcello Aguirre hatte sein engagiertes Auftaktmatch gegen den formstarken Patrick Franziska bereits verloren.

Am Mittwoch kommt der Tabellenführer

Tischtennis-Profi Kirill Gerassimenko fokussiert konzentriert den Ball vor einem Vorhandschlag.
Kirill Gerassimenko verschaffte Werder mit dem Punkt im dritten Einzel noch einmal Hoffnung. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Der 3:1-Sieg von Kirill Gerassimenko im dritten Spiel gab den Bremern dann noch einmal Hoffnung, dass die Entscheidung vielleicht doch erst im Doppel fallen würde. Doch Falck fiel es schwer, im Topduell gegen Franziska die Enttäuschung auszublenden und sein bestes Level wiederzufinden. Werders Weltranglistenelfter kämpfte nach Kräften, kam gegen Franziska aber einfach nicht mehr richtig in Tritt.

Wir haben gut gespielt und hatten eine Chance gegen ein Team, das sich gerade für die Champions League qualifiziert hat. Daher nehmen wir positives für Mittwoch mit. Für Mattias war es schade, aber vom Kopf her eben sehr schwer dieses Match zu verlieren.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Sportblitz

Dass sie als Tabellenneunter in Saarbrücken dennoch so gut dagegenhalten konnten und kämpften, sieht Werder-Trainer Cristian Tamas als gutes Zeichen für die nächste schwere Aufgabe am Mittwochabend im Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Düsseldorf.

Dort hoffen die Bremer zudem auf tatkräftige Unterstützung der Zuschauer, die unter der 2G-Plus-Regel in die Halle dürfen – für den Extra-Kick, damit die Überraschung dann vielleicht gelingt.

1. FC Saarbrücken TT – SV Werder Bremen 3:1

Patrick Franziska – Marcelo Aguirre 3:0 (11:4, 11:9, 11:6)
Darko Jorgic – Mattias Falck 3:2 (11:9, 11:8, 8:11, 10:12, 11:8)
Tomas Polansky – Kirill Gerassimenko 1:3 (7:11, 5:11, 11:8, 8:11)
Patrick Franziska – Mattias Falck 3:0 (11:7, 11:7, 11:5)

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 23. Januar 2022, 19:30 Uhr