Corona-Fall im Grenzauer Team: Werders Tischtennis-Duell abgesagt

Da beim Gegner ein Spieler positiv auf Corona getestet wurde, findet die Bundesliga-Partie am Donnerstag nicht statt. Die Suche nach einem Ersatztermin ist schwierig.

Blick vom Oberrang der Klaus-Dieter-Fischer-Halle auf Werders Tischtennis-Partie gegen Düsseldorf ohne Zuschauer.
Verzichteten am vergangenen Sonntag aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen auf Zuschauer beim Heimspiel gegen Düsseldorf: die Tischtennis-Bundesligisten von Werder Bremen. Bild: Radio Bremen

Bereits am Sonntagnachmittag, als Werder gerade die Niederlage gegen Borussia Düsseldorf kassiert hatte, war die Nachricht schon zu Teammanager Sascha Greber vorgedrungen: Werders kommendes Heimspiel am Donnerstag würde wohl nicht stattfinden können – beim Gegner TTC Zugbrücke Grenzau ist ein Spieler positiv auf Corona getestet worden.

Am Montag hatte Greber dann Klarheit, dass die ohnehin vom 6. Spieltag vorverlegte Partie definitiv noch einmal verlegt werden muss. Doch die neue Terminfindung gestaltet sich äußerst kompliziert. Der Oktober-Spielplan ist bereits knackvoll, denn die Bundesligisten mit Topspielern im Kader müssen ihre November-Spieltage zusätzlich im Oktober unterbringen. "Das sind ganz wilde Zeiten für uns", sagte Greber im Gespräch mit dem Sportblitz.

Asien-Turniere im November sorgen für Terminchaos

Der Grund: Der internationale Tischtennis-Verband (ITTF) beginnt den Neustart der Tour mit zwei großen Turnieren in Asien, bei dem sich die Spieler fünf Wochen lang abgeschottet in einer so genannten "Bubble" befinden. Auch Werders Topstar Mattias Falck nimmt als Weltranglistenneunter daran teil, am 27. Oktober macht sich der Schwede auf den Weg nach China. Und bis dahin hätte Werder eigentlich noch drei Spieltage gehabt.

Nach den beiden Turnieren in Asien soll es in der Bundesliga für die Bremer am 22. November weitergehen mit vier Spieltagen bis Weihnachten. Viel Spielraum für Ersatztermine bleibt da nicht, zumal ja auch die verpassten Partien von Grenzau aus den kommenden zwei Wochen der Quarantäne noch irgendwann nachgeholt werden müssen.

Keine Corona-Pflichttests in der Tischtennis-Bundesliga

Trainer Cristian Tamas und Manager Sascha Greber applaudieren stehend.
Müssen die schwierige Terminlage für Werder managen: Trainer Cristian Tamas (links) und Teammanager Sascha Greber. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass die Pandemie die Planung der Tischtennis-Bundesliga weiter durcheinander wirbelt, ist nicht unwahrscheinlich. Anders als es Werder in der Fußball-Bundesliga möglich ist, gibt es beim Tischtennis keine verpflichtenden Corona-Tests. "Wir haben uns vor der Saison einmal testen lassen", sagte Greber, "es ist keine Verpflichtung, aber wir werden im Laufe des Jahres regelmäßig Corona-Tests durchführen."

Tischtennis ist keine Kontaktsportart, dennoch bleibt ohne Pflichttests die Durchführung der Spieltage ein fragiles Konstrukt. Werder und der Tischtennis-Bundesliga stehen noch unruhige Wochen bevor. Das weiß auch Werder-Trainer Cristian Tamas, der das drohende Terminchaos mit wachsender Sorge sieht und um Vorsichtsmaßnahmen, die ihm und seinem Team möglich sind, bemüht ist.

Es sind unsichere Zeiten. Für uns ist es ganz wichtig, dass wir uns möglichst ganz wenig aus unserer Trainingsgruppe herausbewegen. Wir versuchen, nicht in Restaurants zu gehen und das Essen zu bestellen, wenig zu machen. Aber die Gefahr ist groß für alle Menschen, nicht nur für uns Sportler. Wir müssen sehen, dass wir alle gesund bleiben.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Gespräch mit dem Sportblitz

Werders Tischtennis-Team verliert klar beim Rekordmeister

Video vom 13. Oktober 2020
DIe Tischtennis-Mannschaften Werder und Borussia im Duell.
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Oktober 2020, 18:06 Uhr