TSG Bremerhaven hofft auf den Überraschungs-Coup bei Tanz-DM

Eigentlich ist die TSG Bremerhaven nur Außenseiter bei der Deutschen Meisterschaft. Doch mit ihrer neuen Choreografie könnten sie in die Phalanx der großen Teams einbrechen.

Mehrere junge Menschen mit schwarzer Kleidung tanzen.

"The Wall", die Mauer, heißt die neue Choreografie der TSG Bremerhaven, mit der die Latein-Tänzerinnen und Tänzer bei der Deutschen Meisterschaft die Konkurrenz ärgern wollen. Der Titel ist gut gewählt, schließlich finden die Titelkämpfe am 9. November statt – auf den Tag genau 30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall.

Für Bremerhaven geht es kontinuierlich nach oben

"Es ist die vielleicht beste und schwierigste Choreografie, die ich in meiner Karriere entwickelt habe", sagt Horst Beer, Präsident der TSG Bremerhaven. Der Mann weiß wovon er spricht, schließlich stand Beer als Trainer 30 Jahre lang mit seinem Klub an der Weltspitze. 2007 holte die TSG den letzten Weltmeister-Titel. Anschließend löste sich das Team auf.

Das ist Leistungssport. Wir wollen, wie alle anderen auch, Deutscher Meister werden. Dafür fahren wir dahin. Wir wollen zeigen, wie hart wir trainiert haben.

Dirk Buchmann spricht in ein Mikrofon.
Trainer Dirk Buchmann, TSG Bremerhaven

Nach einem Neuanfang ist die TSG Bremerhaven seit 2017 wieder zurück in der 1. Bundesliga. Seitdem geht es kontinuierlich nach oben. Bei den letzten Titelkämpfen belegte die Latein-Formation Rang vier. Dieses Ergebnis soll nun zur Musik von Pink Floyd "Another brick in the wall" getoppt werden. "Wir wollen als Wand nach vorne gehen und stark sein“, erklärt Beer, der nach einem Jahr Arbeit mehr als zufrieden ist. "Bei dieser Choreografie lief einfach alles."

Für diese Choreografie braucht man ein Team, das die Schwierigkeiten tänzerisch und emotional auch umsetzen kann.

Dirk Buchmann spricht in ein Mikrofon.
Trainer Dirk Buchmann, TSG Bremerhaven

Die Ausgangslage bei diesen Titelkämpfen könnte spannender kaum sein, denn es geht auch um das Ticket für die Weltmeisterschaft im Dezember in Bremen. Velbert ist bereits als Bundesliga-Sieger für die WM qualifiziert, möchte aber auch den Meister-Titel gewinnen. Der Grün-Gold-Club Bremen ist amtierender Weltmeister und will die Heim-WM auf keinen Fall verpassen. Buchholz ist Ausrichter der Deutschen Meisterschaft und will sich vor eigenem Publikum keine Blöße geben.

Der Druck liegt auf den anderen Teams

In diese Phalanx will die TSG Bremerhaven einbrechen. Die Bremerhaverner hat eigentlich niemand auf dem Zettel und darin sieht Horst Beer auch eine Chance. "Wir sind diejenigen, die am wenigsten Druck verspüren und das ist etwas, was wir die ganze Zeit versucht haben, der Mannschaft klar zu machen. Wenn die anderen Teams tolle Choreografien haben und tolle Musiken haben, dann wird es richtig spannend und dann wird man sehen, wer die besten Nerven hat."

Mauern einreißen, Barrieren überwinden – das sind die Themen der neuen Choreografie. Eigentlich beste Voraussetzungen, um bei der Deutschen Meisterschaft einen Überraschungs-Coup zu landen.

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. November 2019, 18:06 Uhr