Was bedeutet die Corona-Lage für die Tanz-WM in Bremen?

Warum die Bremer WM-Vorbereitungen der Lateinformation schwierig sind

Bild: Waldemar Quella

In zweieinhalb Wochen soll die WM der Lateinformationen in der Stadthalle stattfinden. Gastgeber Grün-Gold-Club gibt sich trotz steigender Corona-Zahlen optimistisch.

Beim Grün-Gold-Club laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Etwas mehr als zwei Wochen dauert es noch, bis die Tanzwelt wieder einmal auf Bremen schaut. Denn dann nehmen 16 Teams an der Weltmeisterschaft der Lateinformationen teil, die am 18. Dezember in der Bremer Stadthalle ausgetragen wird. Mit dabei ist neben dem Gastgeber und Seriensieger um Coach Roberto Albanese auch die TSG Bremerhaven, die als Nachrücker einen Startplatz erhalten hat.

WM-Turnier soll unter 2G-plus-Regeln stattfinden

Angesichts der sich immer weiter verschlechternden Corona-Lage kann der Wettbewerb – wenn überhaupt – jedoch nur in abgespeckter Form stattfinden. Trotzdem glaubt Jens Steinmann, Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs, weiterhin fest an die Austragung des Turniers – inklusive Zuschauern. "Wir werden wahrscheinlich auf 2G-plus gehen und auf den Rängen immer zwei Plätze neben, hinter und vor den Sitzen freilassen", sagte Steinmann dem Sportblitz.

Ein weiteres Problem bringt die Teilnahme der russischen Formationen Duet Perm und Vera Tyumen mit sich. Zwar sind beide Teams durchgeimpft, allerdings nur mit dem Vakzin Sputnik V. Weil der Impfstoff in der Europäischen Union bislang keine Zulassung erhalten hat, ist eine Unterbringung der russischen Athleten und Athletinnen in Bremer Hotels unter den derzeitigen Corona-Regeln nicht möglich.

Jens Steinmann, Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs-Bremen, blickt zur Decke der Stadthalle.
Glaubt weiterhin an die Austragung der Tanz-WM vor Publikum: Jens Steinmann, Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs Bremen. Bild: Radio Bremen

Bei Steinmann ist also Improvisation gefragt. "Wir haben verschiedene Tagungszentren angefragt und auch schon mit der Stadthalle gesprochen, ob wir nicht eine der schönen Messehallen mit Feldbetten ausstatten können." Fakt ist: Die Veranstalter müssen sich noch etwas einfallen lassen, wollen sie einen sportlich fairen Wettkampf zu garantieren.

Klar ist auch, dass ein ähnlich volles Haus wie vor zwei Jahren, als der Grün-Gold-Club zuletzt den Titel in Bremen gewann, nicht möglich ist. Damals kamen rund 5.000 Zuschauer in die Bremer Stadthalle. In diesem Jahr werden es maximal 4.000 Besucher sein. 2.500 Tickets sind bereits verkauft. Sollten tatsächlich so viele Zuschauer den Weg in die Halle finden, wäre Steinmann mehr als zufrieden.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 1. Dezember 2021, 18:06 Uhr