Darum greift dieser englische Squash-Profi in Bremen zum Schläger

Video vom 28. Juni 2021
Der Squash-Profi Patrick Rooney blickt in die Kamera.
Bild: Radio Bremen
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Patrick Rooney ist Starspieler und Leistungsträger beim Squash-Bundesligisten 1. Bremer SC. Schon bald will der Engländer zur Weltspitze gehören.

Beim 1. Bremer Squash Club ging es am Wochenende hoch her. Gleich vier Partien absolvierte der Bundesligist in eigener Halle gegen die Konkurrenten aus dem Norden. Drei Spiele gewannen die Bremer ohne Punktverlust, einzig im Derby gegen Sportwerk Hamburg siegte der Gastgeber nur dank der mehr gewonnen Sätze – und wegen Patrick Rooney. Der 24-Jährige ist Profi-Squasher und kommt aus England, läuft aber seit vier Jahren für den Bremer SC auf. Mehr noch: Rooney reist extra nur für die Spiele an.

Bremen ist eine tolle Stadt, der Klub ist toll, man hat mich sehr nett aufgenommen. Jedes Mal, wenn ich komme, mag ich es mehr.

Squash-Profi Patrick Rooney im Gespräch mit dem Sportblitz

Bis zu fünf Stunden täglich trainiert der Punktegarant der Bremer. Was aber auch notwendig ist, denn wer beim Squash erfolgreich sein will, der braucht Kraft, Kondition, Beweglichkeit und Ballsicherheit. Auch in seiner Mannschaft genießt der Engländer hohes Ansehen. "Du weißt nie, wohin er den Ball spielt", sagt Rooneys Teamkollege Heiko Schwarzer. "Er hat ein unglaubliches Händchen."

Squash-Hochphase in den 1980er-Jahren

Zwei Squash-Spieler messen sich in einem Spiel
Der deutsche Squash Verband zählt rund 10.000 Mitglieder. Bild: Imago | ANP

Wenngleich Squash hierzulande eher zu den Randsportarten gehört, zählt der Deutsche Squash Verband mehr als 10.000 Mitglieder. Seine Hochphase erlebte der Sport in den 1980er-Jahren. Zeitweilig gab es knapp 1.000 Squash-Anlagen in Deutschland. Im Jahr 2019 waren es nach Verbands-Angaben noch rund 320. In Großbritannien gilt Squash hingegen als Volkssport.

Rooney ist nicht nur einer der Bundesliga-Tospieler, sondern liegt in der Weltrangliste bereits auf Platz 41. Im Juli nimmt er sogar an der Weltmeisterschaft in Chicago teil. Doch Rooney will mehr. "Ich möchte es unter die Top-Zehn, vielleicht auch die Top-Fünf der Welt schaffen", so der 24-Jährige.

Der Bremer SC kämpft um die Deutsche Meisterschaft

Vorerst aber steht für Rooney die Bundesliga im Fokus. Der Bremer SC liegt nach dem ersten von zwei Doppelspieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz der Nord-Staffel. Sind die Bremer auch nach dem nächsten Spieltag am kommenden Wochenende in Paderborn noch Zweiter, qualifizieren sie sich für das Final Four-Turnier in Frankfurt. Dort geht es dann um die Deutsche Meisterschaft. Ob Rooney bei den kommenden Partien mitwirken kann, ist jedoch unklar. Wegen der Corona-Pandemie gestaltet sich die Einreise des Engländers äußerst schwierig.

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Autoren

  • Maike Albrecht Redakteurin und Autorin
  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. Juni 2021, 18:06 Uhr