Kein Neopren, keine Medaille: Bremer Wellbrock schwimmt nur zu Platz 9

Der Doppel-Weltmeister belegt beim Auftakt der Schwimm-EM nur einen der hinteren Plätze. Allerdings war das eher schwache Abschneiden des Bremers einkalkuliert.

Schwimmstar Florian Wellbrock beglückwünscht seinen Kontrahenten Gregorio Paltrinieri.
Florian Wellbrock (links) musste sich seinem Kontrahenten Gregorio Paltrinieri deutlich geschlagen geben. Bild: Imago | Insidefoto

Florian Wellbrock atmete tief durch, riss sich die Badekappe vom Kopf und gratulierte seinem italienischen Dauerrivalen Gregorio Paltrinieri zum Sieg. Ohne den schützenden Neoprenanzug war der Doppel-Weltmeister zum EM-Auftakt im etwa 19 Grad kalten Lupa-See beim Kampf um die Medaillen chancenlos. Kurzum: Der 23-Jährige schlug am Mittwoch im Fünf-Kilometer-Rennen nach 55:50,5 Minuten nur als Neunter an.

Doch die bescheidene Platzierung war einkalkuliert: Wellbrock hatte als einziger Starter auf den Neoprenanzug verzichtet und einen normalen ärmellosen Open-Water-Anzug getragen. Mit Blick auf Olympia in Tokio, wo deutliche wärmere Temperaturen herrschen, habe er schauen wollen, wie gut er damit mithalten könne, erklärte Wellbrock hinterher: "Mir war es wichtig, noch einmal einen Wettkampf in diesem Anzug zu haben."  Sogar wichtiger als eine EM-Medaille.

"Sehr gute Leistung" trotz sieben Sekunden Rückstand

Seinen Rückstand von sieben Sekunden auf den siegreichen Paltrinieri schätzte Wellbrock daher trotzdem als "sehr gute Leistung" ein, "da der Geschwindigkeitsunterschied der Anzüge doch recht enorm ist". Auf dem olympischen Zehn-Kilometer-Rennen am Donnerstag werde er definitiv auch einen Neoprenanzug tragen.

So bereitet sich Schwimmer Florian Wellbrock auf die Freiwasser-EM vor

Video vom 7. Mai 2021
Der Schwimmer Florian Wellbrock im Interview.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 18. März 2021, 18:06 Uhr