Salto in der Wüste bei der Rallye Dakar

Schrecksekunde für Jürgen und Max Schröder bei der Rallye Dakar. Beim härtesten Rennen der Welt überschlug sich der Wagen des Duos aus Thedinghausen.

Das Fahrerpaar aus der Nähe von Bremen blieb glücklicherweise unverletzt, der Wagen wurde noch in der Nacht repariert. Schon bei der 3. Etappe waren Jürgen und Max Schröder wieder am Start. Wir haben mit Vater und Sohn gesprochen.

Max Schröder, Sie bestreiten Ihre erste Rallye Dakar. Was ging Ihnen denn durch den Kopf, als sich Ihr Fahrzeug überschlug?
Bis einem bewusst wird, was passiert, ist alles schon vorbei. Da wir auf dem Dach liegen geblieben sind, mussten wir erst mal sehen, wie wir aus dem Auto kommen. Erst danach realisierst du, was passiert ist.
Waren Sie vor ihrem ersten Start nervös?
Sehr vor der Fahrt über die Startrampe. Danach überhaupt nicht mehr. Ich musste mich dann voll auf die Navigation konzentrieren.
Was ist das Besondere an der Rallye Dakar?
Die Größe der Veranstaltung. Ich war ja schon als Zuschauer dabei, aber da bekommt man nicht so viel mit. Aber als Teilnehmer sieht man erst, was hinter den Kulissen alles an Organisation steckt. Am beeindruckendsten aber sind die Zuschauer und die Landschaften, durch die man fährt.
Jürgen Schröder, sie sind ja bereits ein alter Hase und zum achten Mal bei der Rallye Dakar dabei. Welche besonderen Gefahren gibt es bei diesem Rennen?
Motorsport ist allgemein gefährlich. Die Rallye Dakar birgt jedoch eigene Gefahren. So muss man nach einem Roadbook fahren, das zwar viele Gefahren, denen man begegnet, aufzeigt, aber auch nicht perfekt ist. Die Zuschauer, die es dort in Massen gibt, sind auch eine der vielen Unwegbarkeiten.
Was war die verrückteste Geschichte, die Sie bei diesem Rennen bislang erlebt haben?
Der Start in Buenos Aires 2011. Dort standen die Zuschauer so eng, dass fast kein Durchkommen mehr war. Bis fast 50 Kilometer außerhalb der argentinischen Hauptstadt standen die Leute in mehreren Reihen am Straßenrand.
  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, der Tag, 8. Januar 2018, 23:20 Uhr