Tour-Frust bei Kämna: "Kann meine Leistung nicht abrufen"

Die erste Woche der Tour de France ist noch nicht geschafft, aber bei Lennard Kämna ist die Unzufriedenheit bereits groß. Der Fischerhuder kommt bisher nicht in Tritt.

Video vom 3. September 2020
Lennard Kämna angestrengt auf dem Rad bei einem Berganstieg.
Bild: DPA | Roth/Augenklick

So hatte sich Lennard Kämna den Auftakt der Tour de France nicht vorgestellt. Nach diversen Stürzen auf den ersten beiden Etappen musste der 23-Jährige aus Fischerhude direkt einiges einstecken – und kommt seither noch nicht richtig in Tritt. Nach der 6. Etappe ist der Fahrer vom Team Bora-Hansgrohe nur 71. der Gesamtwertung.

Ich kann irgendwie überhaupt nicht die Leistung abrufen, die ich gerne abrufen würde. Ich bin eigentlich am Daueranschlag, sobald es berghoch geht. Ich bin gar nicht zufrieden damit, wie es bei mir läuft.

Radprofi Lennard Kämna am Donnerstag

Ein paar Pflaster und die bandagierte, linke Wade sind Belege dafür, dass Kämna nicht in der Form der vergangenen zwei Wochen sein kann. "Es braucht wohl einfach ein bisschen Zeit", vermutet Kämna selbst: "Irgendwie hatten die Stürze doch mehr Input, als ich dachte."

Täglich arbeitet der Fischerhuder mit dem Team-Physiotherapeuten, um möglichst bald doch an die hundertprozentige Leistungsfähigkeit heranzukommen. Denn sein Team braucht ihn, besonders Kapitän Emanuel Buchmann, als dessen Helfer Kämna besonders auf den Bergetappen vorgesehen ist. Nicht einmal ein Drittel der Tour de France ist absolviert, es ist also noch nichts verloren für Kämna und sein Team. Doch er hat schnell zu spüren bekommen, warum das wichtigste Radrennen der Welt auch die "Tour der Leiden" genannt wird.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 3. September 2020, 18:06 Uhr