Streit um Polizeikosten: Gericht will Entscheidung fällen

Muss sich die DFL an Polizeikosten bei Hochrisikospielen beteiligen? Der Streit mit dem Land Bremen nähert sich dem Ende – der letzte Verhandlungstag ist festgelegt.

Ball mit DFL-Logo
Bild: Imago | Claus Bergmann

Der Polizeikostenstreit zwischen dem Land Bremen und der Deutschen Fußball Liga (DFL) geht in die nächste und damit letzte Runde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Termin für die Verhandlung auf den 26. März gelegt. An diesem Tag soll letztinstanzlich eine Entscheidung darüber fallen, ob die Deutsche Fußball Liga sich an Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen der Fußball-Bundesliga beteiligen muss oder nicht.

Werder schickte DFL Rechnungen

Um diese Frage streiten sich das Land Bremen und die DFL nun schon seit vier Jahren. Erstmalig hatte Bremen der DFL im Anschluss an das Bundesligaspiel vom April 2015 zwischen Werder und dem HSV einen Gebührenbescheid von knapp einer halben Million Euro geschickt. Danach folgten weitere Rechnungen für Spiele der Hochrisiko-Kategorie.

Die Deutsche Fußball Liga klagte gegen die Bescheide und bekam zunächst vor dem Bremer Verwaltungsgericht recht. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte später dagegen in seinem Urteil die Position des Landes Bremen.

Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hält es nicht für tragbar, dass Polizeikosten bei gewinnorientierten Großveranstaltungen durch Steuergelder finanziert werden. Die DFL hält den Bremer Vorstoß für rechts-und verfassungswidrig. Nach ihrer Auffassung sei die Aufrechterhaltung der öffentliche Sicherheit und Ordnung allein Sache des Staates.

Streit mit DFL: Bremen und Rheinland-Pfalz fordern Ausgleich

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer fordert einen Ausgleich für Risikospiele von der DFL.
Bild: SWR

 

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Februar 2019, 18:06 Uhr