So hat die Bremerin Pia-Sophie Wolter ihr Debüt im DFB-Dress erlebt

Die Ex-Werderanerin lief beim 3:1-Erfolg gegen Irland erstmals für die deutschen Fußball-Frauen auf. Mit ihrem Einsatz setzte die 23-Jährige eine Familientradition fort.

Pia-Sophie Wolter im Zweikampf mit einer Spielerin der irischen Nationalmannschaft.
Eine knappe halbe Stunde lang mischte Pia-Sophie Wolter (links) gegen die irische Nationalmannschaft mit. Bild: DPA | Peter Fitzpatrick

In der 62. Minute war es soweit: Pia-Sophie Wolter wurde im Länderspiel zwischen den deutschen Fußball-Frauen und der irischen Nationalmannschaft eingewechselt – der erste Einsatz der Bremerin für das deutsche Auswahlteam.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Natürlich war ich aufgeregt, aber ich bin sehr stolz darauf und hab versucht, das Ganze zu genießen. Dass sich dieser Traum erfüllt hat, ist unglaublich schön.

Nationalspielerin Pia-Sophie Wolter im Gespräch mit dem Sportblitz

Auch vom Ergebnis her war es ein erfolgreiches Debüt für die 23-Jährige: Wolter und Co. gewannen am Dienstagabend in Dublin mit 3:1 (2:1). Somit siegten die DFB-Frauen auch im letzten der insgesamt acht Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft, die im kommenden Jahr in England stattfindet.

Die Stürmerin, die vor zwei Jahren von Werder zum europäischen Spitzenklub VfL Wolfsburg wechselte, hätte ihr Debüt im Nationaldress eigentlich auch schon früher feiern können. Doch die Partie gegen England, für die sie im Oktober nominiert gewesen war, wurde wegen eines positiven Corona-Falls im englischen Team abgesagt. Nun holte sie ihren Einstand mit Verspätung nach und folgte somit ihrem Vater Thomas: Der ehemalige Werder-Spieler lief im Jahr 1992 erstmals für die Männer-Nationalmannschaft auf. Es sollte jedoch sein einziger Einsatz bleiben. Gut möglich, dass bei seiner Tochter hingegen noch das ein oder andere Länderspiel hinzukommen wird.

Es ist schön zu sehen, wie viele Freunde, Verwandte und auch ehemalige Mitspielerinnen aus Bremen das Spiel geschaut und mir geschrieben haben. Man merkt einfach, dass es etwas Besonderes ist. Ich glaube, dass es noch dauert, bis ich es realisiert habe. Es hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht.

Nationalspielerin Pia-Sophie Wolter im Gespräch mit dem Sportblitz

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Video vom 23. Juli 2020
Die Fußballerin Pia Wolter zu Gast im Sportblitz-Studio.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. Dezember 2020, 18:06 Uhr