Meinungsmelder

Meinungsmelder wollen Tabula rasa bei Werder Bremen

Video vom 28. Mai 2021
Vor der Ostkurve ist ein weißes Transparent aufgehängt mit der Aufschrift "Kompetenz-Klüngelei".
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Wie soll es bei den Grün-Weißen nach dem Abstieg weitergehen? Die große Mehrheit unserer Befragten ist sich sicher: Werder braucht eine komplette Neuausrichtung.

Als Dragoslav Stepanovic mit Eintracht Frankfurt 1992 die deutsche Meisterschaft im allerletzten Moment noch verpasste, sagte er nur trocken: "Lebbe geht weider" und schuf damit ein im Fußball bis heute gebräuchliches geflügeltes Wort.

In Bremen fragen sich in diesen Tagen auch viele, wie das Leben bei Werder Bremen wohl weitergehen mag. Nach dem Absturz in die 2. Liga, mit den erdrückenden Geldsorgen und noch ohne neuen Trainer.

"Geschäftsführung gehört komplett ausgetauscht"

Unter unseren 3.977 Radio Bremen Meinungsmeldern, einer nicht repräsentativen Befragung, fordert die große Mehrheit Tabula rasa bei Werder Bremen. Grundlegende Veränderungen im Verein seien zwingend nötig und zwar in allen Bereichen. "Werder braucht eine Neuausrichtung, kein 'Weiter so'", sagt ein 44-jähriger Meinungsmelder aus Niedersachsen exemplarisch.

Und den größten Handlungsbedarf sehen 51 Prozent der Befragten bei Werders Geschäftsführung. Diese "gehört komplett ausgetauscht", fordert ein 63-jähriger Meinungsmelder aus Niedersachsen. Frank Baumann, Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald sind demnach gemeint, aber auch der Mannschaft (32 Prozent) wird nach einem völlig verkorksten Saisonendspurt, der im Abstieg gipfelte, in dieser Besetzung nicht viel zugetraut.

Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf beim SV Werder Bremen?

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Mehrheit fordert einen externen Investor

Frischen Wind und vor allem neue Gesichter wünscht man sich. Und dabei aber "neue Gesichter von außen, die nicht schon ewig im Verein sind", wie es ein 41-jähriger Bremer Meinungsmelder formuliert. Den zu dominanten "Stallgeruch" bei Werder Bremen, also das ständige Besetzen von Posten mit Personen mit grün-weißer Vergangenheit, geht auch vielen anderen Befragten gegen den Strich. Denn das habe "zu Klüngel und Filz mit 'Wohlfühlstimmung' und 'Familienbande' [...] auf allen Ebenen des Vereins geführt", kritisiert ein 53-jähriger Meinungsmelder.

Große Sorgen machen sich die Befragten auch um die finanzielle Situation des Vereins. Von 75 Millionen Euro Schulden ist schlimmstenfalls die Rede, Werder will mit einer Landesbürgschaft, Anleihen und Transfers dagegenhalten. Doch mit 68 Prozent ist die Mehrheit der Meinungsmelder überzeugt, dass die Grün-Weißen einen externen Investor in Betracht ziehen sollten.

Werders Problem ist, dass sie keinen großen Sponsor haben wie Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim oder Leipzig. Deren Sponsoren pumpen Geld ohne Ende in ihre Vereine. Werder hat so etwas nicht. Ohne Geld keine gute Mannschaft, keine gute Mannschaft bedeutet keinen Erfolg und kein Erfolg noch weniger Geld.

69-jähriger Meinungsmelder aus Bremen

Der SV Werder Bremen steht vor finanziellen Schwierigkeiten. Sollte Werder versuchen, einen neuen Investor als Geldgeber zu bekommen?

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"Bestes Beispiel ist der HSV"

Wenig verwunderlich also, dass derzeit nur 16 Prozent der Befragten Werder den direkten Wiederaufstieg zutrauen. Für "absolut unrealistisch" hält es sogar ein 42-jähriger Bremer Meinungsmelder, insgesamt 64 Prozent sind skeptisch. "Schalke, HSV, Düsseldorf, Hannover, Köln, Kiel [...] sind besser aufgestellt", so ein 68-jähriger Befragter aus Bremen.

Werder habe bisher weder einen neuen Trainer noch einen Kader für die 2. Liga. Und selbst wenn diese gefunden seien, glauben viele Meinungsmelder, dass die Grün-Weißen einige Jahre zweitklassig bleiben werden. "Bestes Beispiel ist der HSV", fügt ein 47-jähriger Meinungsmelder aus Bremen hinzu.

Schafft der SV Werder Bremen in der kommenden Saison den Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga?

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Als Radio Bremen Meinungsmelder können Sie Ihre Meinung direkt äußern – ungefiltert und geradeaus. Wir berichten in der kommenden Woche in unseren Radioprogrammen, im Fernsehen und auf unserer Internetseite über Ihre Meinungen.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. Mai 2021, 18:06 Uhr