Standing Ovations für Bode: Werders Aufsichtsrats-Chef tritt ab

Video vom 5. September 2021
Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode hält bei der Mitgliederversammlung eine Rede.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
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Der Ehrenspielführer der Bremer scheidet nach sieben Jahren aus dem Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden aus. In seiner Abschiedsrede stimmte Bode emotionale Worte an.

Als Marco Bode bei Werders Mitgliederversammlung am Sonntag von der Bühne trat, brandete Applaus im Weser-Stadion auf. Mehr noch: Viele der rund 850 Mitglieder der Bremer, die auf den Tribünen versammelt waren, erhoben sich von ihren Sitzen. Trotz der vielen Enttäuschungen der jüngeren Vergangenheit bereiteten die grün-weißen Anhänger ihrem scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden einen wohlwollenden Abschied.

Werders Abstieg war eine "Zäsur"

Zu Beginn seiner Rede hatte Bode betont, "nichts schönreden" oder gar "leugnen" zu wollen – und der Ehrenspielführer der Bremer hielt Wort: "Der Abstieg ist schmerzhafte Realität und ich trage natürlich die Verantwortung für die harte Zäsur", so Bode, der das Amt in den vergangenen sieben Jahren ausübte. Um wieder ins internationale Geschäft zurückzukehren, sei der Verein im Sommer 2019 ein wirtschaftliches Risiko eingegangen. Ein Plan, der in "keinster Weise" aufging, wie der 52-Jährige resümierte.

Als dann die Corona-Pandemie begann, erwischte sie Werder "auf dem falschen Fuß", sagte Bode. Aber: "Corona ist nicht die Ursache für den Abstieg", stellte er klar. Doch auch wenn Werder inzwischen in der 2. Liga aufläuft: Bode weigere sich, "alles aus den letzten Jahren als misslungen und gescheitert zu bezeichnen".

Bode blickt mit Optimismus in die Zukunft

Auf das Team, das die Bremer nach dem Abstieg auf die Beine gestellt haben, blickt Bode mit Optimismus: "Wir haben eine Mannschaft gebaut, die in meinem Kopf viel Fantasie auslöst." Den Aufstieg sollte man von der jungen Mannschaft der Grün-Weißen aber nicht verlangen.

Zum Ende seiner Rede wählte Bode emotionale Worte. "Mir wird im Leben niemand einreden können, dass die Werder-Familie etwas Schlechtes sein könnte", betonte der der Ehrenspielführer der Bremer, bevor er ein letztes Mal von der Bühne trat. Begleitet von Applaus und Standing Ovations.

Werder-Geschäftsführung muss den Abstieg rechtfertigen

Video vom 3. September 2021
Marco Bode steht mit verschränkten Armen vor einer Loge im Weser-Stadion und beobachtet nachdenklich das Spiel.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 5. September 2021, 19:30 Uhr