Kruse feiert am ersten Spieltag Traum-Debüt mit Fenerbahce

Während Werder den Saison-Auftakt verpatzt hat, startet der Ex-Kapitän der Bremer in der Türkei mit einem Kantersieg. Auf ein Privileg muss er allerdings verzichten.

Max Kruse jubelt im Fenerbahce-Trikot.
Ex-Werder-Kapitän Max Kruse, hier beim 3:5 während der Vorbereitung gegen Real Madrid, hat durch einen 5:0-Sieg am ersten Spieltag mit Fenerbahce einen Istanbul einen fulminanten Start in die neue Saison hingelegt. Bild: Imago | Sven Simon

Viel besser hätte am Montagabend der Saison-Auftakt für Max Kruse in der Türkei kaum verlaufen können. Nachdem es in der Vorbereitung noch etwas haperte und der Ex-Bremer mit Fenerbahce 1:6 gegen den FC Bayern verlor, landeten die Istanbuler am ersten Spieltag in der Türkei einen fulminanten 5:0-Sieg über Gazisehir Gaziantep FK. Damit schoben sie sich an die Tabellenspitze.

Kruse war am Erfolg maßgeblich beteiligt. Bereits nach fünf Minuten holte er für seine Mannschaft einen Elfmeter heraus. Diesen durfte er allerdings nicht selber schießen. Das war überraschend. Schließlich wies Kruse in Deutschland eine 100-Prozent-Quote auf. Neunzehn Mal trat er als Profi vom Punkt an. Neunzehn Mal traf er. Bei Fenerbahce muss er sich allerdings hinten anstellen. Platzhirsch Victor Moses darf weiterhin die Elfmeter schießen und traf zum frühen 1:0.

Die Statistik von Elfmeter-König Kruse

Elfmeterstatistik von Max Kruse Borussia Mönchengladbach 9 von 9 SV Werder Bremen 9 von 9 1. FC St. Pauli 1 von 1 2016 - 2019 Elfmeter verwandelt Elfmeter verwandelt Elfmeter verwandelt 2013 - 2015 2009 - 2013

Kruse bereitet das 5:0 vor

Kurios: Kruses Mannschaft erhielt in der ersten halben Stunde noch zwei weitere Elfmeter. Bei seinem zweiten Versuch scheiterte Victor Moses allerdings (13.). Deswegen musste er beim dritten Strafstoß in der 24. Minute den Ball abgeben – allerdings nicht an Kruse. Stattdessen traf Emre Belozoglu zum zwischenzeitlichen 3:0 für Fenerbahce. Beteiligt war Kruse dafür am 5:0 von Ferdi Kardioglu, das er kurz vor Schluss mustergültig auflegte.

Seine Freude über den Sieg seines Teams brachte er auf Instagram zum Ausdruck. Kruse schrieb, dass er glücklich sei, ein Teil des Fenerbahce-Teams zu sein.

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Kohfeldt macht Düsseldorf-Niederlage nicht am Kruse-Verlust fest

Werder-Trainer Florian Kohfeldt wollte derweil nach der 1:3-Niederlage am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf nicht so recht über Kruse sprechen. Gegen die Rheinländer ließ Werder zahlreiche Chancen liegen. Bälle, die Kruse womöglich verwandelt hätte. Kohfeldt sieht es allerdings anders.

Max war enorm dafür verantwortlich, dass wir in das letzte Drittel gekommen sind und uns Torchancen erarbeitet haben. Er war aber nicht dafür bekannt, dass er jeden Ball über die Linie gedrückt hat, wenn er im Strafraum war.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 20. August 2019, 23:30 Uhr