Ex-Werderaner Kruse und Kohfeldt wiedervereint – aber in Wolfsburg

Bild: Imago | Michael Weber

Max Kruse und Florian Kohfeldt arbeiten ab sofort wieder zusammen. Doch nicht bei Werder, sondern beim VfL. Kruse wechselt von Union, des Geldes wegen, sagt er.

Max Kruse verlässt überraschend Union Berlin und kehrt zurück zum VfL Wolfsburg. Das bestätigten die Niedersachsen am Sonntagabend ebenso wie der Bundesliga-Rivale aus der Hauptstadt. Kruse werde an diesem Montag – vorbehaltlich der sportmedizinischen Untersuchung – einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschreiben, hieß es.

"Ich habe die Entscheidung getroffen, zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, weil unsere gemeinsame Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist", wurde Kruse, der am Abend zuvor noch in der ProSieben-Sendung "Schlag den Star" 100.000 Euro gewonnen hatte, in der Mitteilung zitiert. Er hatte zwischen 2015 und 2016 für die "Wölfe" gespielt und neun Tore erzielt.

"Nehme diese Herausforderung an"

Fußball-Profi Max Kruse bejubelt selbstbewusst mit ausgebreiteten Armen seinen Treffer für Union.
Max Kruse steuerte für Union Berlin fünf Tore und fünf Assists in dieser Saison bei. Bild: Imago | Laci Perenyi

Beim VfL wird der 33 Jahre alte ehemalige Nationalspieler auch wieder mit Trainer Florian Kohfeldt zusammenarbeiten. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Werder Bremen, dort galt Kruse als Lieblingsspieler Kohfeldts, zu dem er ein besonderes Verhältnis pflegte. Von den Rückholabsichten der Wolfsburger hatte zuvor der "Kicker" in seiner Online-Ausgabe berichtet.

"Ich weiß, was auf mich zukommt und ich nehme diese Herausforderung an", sagte Kruse, der von Europapokal-Anwärter aus Berlin-Köpenick zu einer Mannschaft wechselt, die auf Tabellenplatz 15 gegen den Abstieg kämpft.

"Langfristiges und hoch dotiertes" Angebot angenommen

In der Mitteilung der Unioner wurde Kruse so zitiert: "An alle von meinem Verein, den ich nun verlasse: Ich bin vor anderthalb Jahren nach Berlin gekommen, weil ich zu diesem Verein – dem 1. FC Union Berlin – wollte. Das hatte bei meinem damaligen Wechsel auch kaum einer verstanden oder geglaubt."

Danach bat der Offensivspieler unter anderem um Verständnis "für meine Entscheidung, ein Angebot das langfristig und hoch dotiert ist, anzunehmen". Dem Tabellenfünften geht in Kruse ein absoluter Leistungsträger verloren. "Sein Abschied trifft uns unerwartet und es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, diesen Verlust sportlich zu kompensieren", betonte Oliver Ruhnert als Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union.

Werder-Spieler Max Kruse und Claudio Pizarro machen mit einem Mann lachend ein Selfie
Den Abgang von Leistungsträger Max Kruse (Mitte) im Sommer 2019 hatte Werder Bremen nur schwer bis kaum kompensieren können. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 30. Januar 2022, 19:30 Uhr