Kommentar

Geisterspiele? Lieber die ganze Bundesliga-Saison absagen!

Wegen des Coronavirus spielt Werder Bremen demnächst vor leeren Rängen. Solche Geisterspiele sind langweilig, findet unser Kommentator Dino Bernabeo.

Video vom 11. März 2020
Reporter Dino Bernabeo sitzt auf einem Fußball aus Stein.

Ich habe gestern Abend das Championsleague Achtelfinale zwischen Valencia und Bergamo geschaut. Ein spektakuläres 3:4 – vor leeren Rängen. Es war langweilig! Auch im Fernsehen fehlen ohne Zuschauer einfach die Emotionen – das, was den Fußball ausmacht!

Anders als in fast allen anderen Sportarten sind im Fußball die TV-Erlöse wichtiger als die Einnahmen durch Zuschauer. Klar, auch Werder gehen ein paar Millionen flöten, ohne Ticketeinnahmen und Bierverkäufe. Zu verkraften, schließlich geht es um die Gesundheit. Die meiste Kohle kommt aber vom Fernsehen.

Aus Angst vor möglichen Regressforderungen und wegen des eng getakteten Spielplans will die Deutsche-Fußball-Liga die Saison irgendwie durchprügeln. Deswegen nun also Geisterspiele!

Die Fans werden dann zusammengerottet, die Spiele in vollen Kneipen gucken. Ob das für die Ausbreitung des Coronavirus besser ist – fraglich. Aber das nur nebenbei. Doch spätestens nach diesem Wochenende, wenn beispielsweise das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke ohne Fans stattfindet, wird jedem ein Licht aufgehen: Es macht einfach keinen Spaß zu gucken!

Und Eins ist auch klar: Sollte sich ein Erstliga-Spieler infizieren, müssen womöglich ganze Mannschaften in Quarantäne. Deswegen sollte die Bundesligasaison einfach auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden – und zur Not ganz abgesagt werden.

Es gäbe dann keinen Meister und keine Absteiger. Als Entschädigung für die TV-Anstalten könnte die Bundesliga in der nächsten Saison dann mit zwei oder drei Aufsteigern aufgefüllt werden. Dann gäbe es mehr Spiele – und für alle Werder-Fans würde diese Seuchensaison doch noch ein gutes Ende nehmen.   

Autor

  • Dino Bernabeo

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 11. März 2020, 18:06 Uhr