Kommentar

Eisbären Bremerhaven: Abstieg mit Ansage und schlechtem Stil

Die Eisbären Bremerhaven sind aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen. Jetzt müssten sie sich ganz neu erfinden, findet unser Redakteur Jan-Dirk Bruns.

Adrian Breitlauch tief enttäuscht und mit dem Handtuch über dem Kopf nach dem Abstieg.
Sinnbild des Niedergangs: Eisbären-Profi Adrian Breitlauch hatte sich weit mehr erhofft von der Saison und ist konsterniert nach dem Abstieg. Bild: Imago | Hartmut Bösener

Das ist mal ein Abstieg mit Ansage – und dazu noch einer mit schlechtem Stil. Eisbären-Boss Wolfgang Grube gilt nicht als Mann der geschliffenen Formulierungen, auch sein hemdsärmeliger Führungsstil passt nicht mehr ins professionelle Bundesliga-Geschäft. Und so wird er die Eisbären dorthin auch nicht wieder zurückführen.

Dieser Abstieg geht zum großen Teil auf Grubes Kappe. Sein erhebliches finanzielles Engagement in allen Ehren, aber drei Trainer in einer Saison, ein US-Investor, der erst zum Sportdirektor, dann parallel zum Chefcoach gemacht wird: Das war mindestens eine Fehlentscheidung zu viel. Wie es geht, zeigen die Nachbarn am Wilhelm-Kaisen-Platz. Eishockey hat Basketball in Bremerhaven längst den Rang abgelaufen. Die Fischtown Pinguins haben es geschafft, die Menschen in Bremerhaven und umzu für ihren Sport und ihre Mannschaft zu begeistern. Das konnten die Eisbären auch schon mal, aber dafür müssten sie sich jetzt ganz neu erfinden. Wolfgang Grube traue ich das nicht zu.

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  • Jan-Dirk Bruns

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Mai 2019, 18:10 Uhr