Das hat Kohfeldt mit Werder in Zukunft vor

Vertrag bis 2023: Trainer Florian Kohfeldt wird noch lange bei Werder den Ton angeben. In Grassau sprach der 36-Jährige über seine Ziele – und Angebote anderer Klubs.

Video vom 31. Juli 2019
Florian Kohfeldt lacht
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Florian Kohfeldt hat sich langfristig zu Werder Bremen bekannt. Der 36-Jährige verlängerte seinen ohnehin noch zwei Jahre laufenden Vertrag bei den Grün-Weißen frühzeitig bis 2023. Nach seiner Unterschrift sprach Florian Kohfeldt im Trainingslager in Grassau über...

... den Moment der Vertragsunterschrift.
Es war ein sehr schöner Moment, weil er auch aus voller Überzeugung und für beide Seiten mit einem guten Gefühl verbunden war.
... die Bedeutung der Vertragsverlängerung:
Ich bin mir immer noch bewusst, welch Privileg es ist, Cheftrainer bei Werder Bremen zu sein. Ich weiß, dass mir der Verein sehr viel Vertrauen entgegen bringt, weil es keine ganz normale Vertragsverlängerung ist. Wir reden jetzt von einer Vertragslaufzeit von vier Jahren – das ist in der Bundesliga ungefähr ein Jahrhundert. Das weiß ich sehr zu schätzen. Es soll auch ein Signal sein, dass hier im Verein Kontinuität herrscht.
... eine ähnliche Ära wie bei Schaaf und Rehhagel:
Natürlich ehrt es mich, wenn ich mit diesen beiden Namen in Verbindung gebracht werde, aber mal ganz ehrlich, die Erfolge der Beiden über einen so langen Zeitraum, die können wir noch nicht vorweisen. Von daher würde ich mir nie anmaßen, mich in diese Reihe zu stellen.
Florian Kohfeldt
"Jahrhundertvertrag" - Florian Kohfeldt freut sich über das Vertrauen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
... die Ziele mit der Mannschaft:
Natürlich wäre es ein Traum mit Werder Bremen noch einmal international zu spielen. Das ist etwas, das uns alle antreibt. Wir wollen es aber auch so gestalten, dass es nicht unbedingt eine Sensation ist. Wir wollen dauerhaft stabil zwischen Platz fünf und neun stehen. Und dann kann ja vielleicht auch ein Ausreißer nach oben kommen.
... die Bremer Art, Fußball zu spielen:
Man sollte wissen, wenn Werder Bremen spielt, dass es eine gewisse Art und Weise von Fußball zu erwarten gibt. Und die sollte in der Regel mutig sein, offensiv sein und sie sollte immer das Ziel haben das Spiel zu dominieren. Die Spielweise kann auch mal clever sein, ein bisschen abgezockt sein, aber sie sollte immer den Ansatz haben, die eigene Aktivität in den Vordergrund zu stellen.
... Angebote anderer Klubs
Ich haben einen Grundsatz und den nehme ich sehr ernst: Ich finde es grundsätzlich schon nicht gut, wenn Spieler mit Vereinswechseln kokettieren im Rahmen einer Saison. Aber als Trainer finde ich es fast verwerflich, da zu pokern. Wir haben eine Verantwortung für den Verein, wir stehen für etwas und dementsprechend habe ich nur mit Werder Bremen gesprochen.
... den Druck, erfolgreich zu sein
Man muss ehrlich sein: In der letzten Zeit bin ich durch Bremen gelaufen und da hätte mich jeder umarmt. Es wird aber auch Zeiten geben, wo die Leute auf den Boden gucken, wenn ich vorbei komme. Hoffentlich – und nicht versuchen mich zu schubsen. Das weiß ich schon, aber es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, dass ich daran zerbreche werde.
Florian Kohfeldt
Medienrunde im Trainingslager in Grassau: Einen Tag nach der Vertragverlängerung spricht der Trainer mit den anwesenden Journalisten. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 31. Juli 2019, 18:06 Uhr