Kohfeldt vor Schalke-Spiel: "Wir wollen und müssen gewinnen"

Trotz der Schalker Mini-Krise erwartet Werders Trainer ein schweres Auswärtsspiel. Hoffnung macht ihm, dass in seinem Team der Konkurrenzkampf wieder ausgebrochen ist.

Florian Kohfeldt steht mit Werder-Schutzmaske im Weser-Stadion
Hat den Auswärtssieg auf Schalke fest im Blick: Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Bild: Imago | Poolfoto

Nach zuletzt deutlich ansteigender Form reisen die Bremer mit breiter Brust nach Gelsenkirchen. Dort treffen sie am Samstagnachmittag mit dem FC Schalke 04 sozusagen auf das Anti-Team der Stunde: In allen drei Partien nach der Corona-Pause gingen die Nordrhein-Westfalen als Verlierer vom Platz. Neben der 0:4-Klatsche im Derby gegen Dortmund unterlagen sie auch den Kellerkindern aus Augsburg und Düsseldorf. Dennoch warnte Werder-Coach Florian Kohfeldt in der Pressekonferenz vor der kommenden Begegnung am Freitag davor, den strauchelnden Gegner zu unterschätzen.

Wir wollen und müssen dieses schwerere Auswärtsspiel gewinnen. Dafür müssen wir von der Leistung und auch von der Mentalität her über unsere Grenze gehen. Keiner darf auch nur einen Hauch an Galligkeit, an Griffigkeit verlieren. Die Schalker haben zuletzt viel Verletzungspech gehabt, aber sie haben ihre Stärken, insbesondere bei Standards.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

"Interne Spannung" ist zurückgekehrt

Einer der wesentlichen Gründe, dass es bei den Grün-Weißen wieder bergauf geht, hat Kohfeldt im nach langer Zeit zurückgekehrten Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft erkannt. Bis auf die drei Langzeitverletzten Ömer Toprak, Niclas Füllkrug und Kevin Möhwald sowie Claudio Pizarro sind alle Spieler fit – eine Situation, die das Team seit Monaten nicht hatte. Die Möglichkeit, dass selbst gesetzt scheinende Akteure sich plötzlich auf der Bank wiederfinden, fördere die "interne Spannung", so Kohfeldt.

Dass etwa ein Leistungsträger wie Leonardo Bittencourt gegen Gladbach nur eingewechselt wurde, obwohl er in der Partie zuvor den Siegtreffer erzielt hatte, nage an dem Spieler. "Natürlich bin ich in dem Moment nicht sein bester Freund", so Kohfeldt. Zugleich sporne es ihn an, sich über starke Darbietungen im Training zu empfehlen. Und davon profitiere die gesamte Mannschaft. "Für den Trainer ist das eine sehr gute Situation, sagte Kohfeldt. Vor allem, weil dank der inzwischen fünf möglichen Wechsel die Wahrscheinlichkeit, zum Einsatz zu kommen, für jeden Spieler gestiegen sei.

So klang Werder "unplugged" am Weser-Stadion

Video vom 27. Mai 2020
Der Himmel hinterm Weserstadion ist gelb. Einige Personen spazieren an der Weser.

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 29. Mai 2020, 18:06 Uhr