Interview

Kohfeldt: Es geht nicht um Resultate, sondern um Inhalte

Florian Kohfeldt geht mit Werder Bremen in das erste Sommertrainingslager als Cheftrainer. Im Interview spricht er unter anderem über die inhaltlichen Schwerpunkte.

Florian Kohfeldt gibt Anweisungen am Spielfeldrand
Florian Kohfeldt fährt als Cheftrainer mit Werder zehn Tage ins Trainingslager in Zell am Ziller im Zillertal. Bild: DPA | nordphoto / Ewert
Jetzt geht es richtig los. Wo liegt der Fokus beim Trainingslager im Zillertal?
Richtig los ging es schon vor über einer Woche – da können Sie ja die Jungs fragen (lacht). Jetzt beginnt der nächste Abschnitt. Wir wollen detaillierter arbeiten. Vor allem die Spieleröffnung und das Gegenpressing sind zwei der Schwerpunkte, die wir im Zillertal haben werden. Da geht es auch um verschiedene Möglichkeiten, wie wir das Spiel eröffnen können, um da auch noch einen Tick variabler zu werden.
Welche Rolle spielt das Konditionstraining?
Das ist immer dabei. Der Mix zwischen Belastung und Erholung ist immer gegeben, um auch Trainingsreize zu setzen und zu erzielen. Aber ja: Wir sind in der Vorbereitung, da werden wir auch Läufe und Krafteinheiten haben – das ist normal, das gehört dazu und das wird auch jeder gut absolvieren.
Florian Kohfeldt steigt aus dem Werder-Teambus in Zell am Ziller.
Als Cheftrainer war Florian Kohfeldt schon im Winter 2018 mit Werder im spanischen Algorfa im Trainingslager. Bild: DPA | nordphoto / Ewert
Ist die Abstinenz von vielen Spielern auch ein Grund, warum so viele Jungspunde dabei sind?
Ja, die jungen, talentierten Spielern erhalten eine Chance, weil noch nicht alle dabei sind. Es ist auch wichtig zu betonen, dass es darum geht, dass sie einfach mal dabei sind. Es geht nicht darum, dass wir hier über eine unmittelbare Bundesligaperspektive sprechen. Aber alle, die dabei sind, wecken unsere Hoffnungen, dass es mal in die Richtung gehen kann.
Wie geht es Ihnen persönlich? Sie dürfen zum ersten Mal eine Sommervorbereitung als Cheftrainer gestalten.
Ich freue mich auf das Zillertal. Ich war schon zweimal mal dort als Co-Trainer, es ist schön gelegen und es sind auch viele Werder-Fans dabei – das macht Spaß. Das andere ist mir gar nicht mehr so bewusst. Vor zehn Tagen habe ich da schon noch drüber nachgedacht, dass es was Besonderes ist und dass es auch eine Zeit ist, auf die ich mich freue, da Ergebnisse keine so große Rolle spielen, sondern die Inhalte. Aber jetzt bin ich in der Arbeit drin, da denke ich da nicht mehr drüber nach.
Wird sich im Zillertal personell etwas tun?
Es kann auch sein, dass weitere Neuverpflichtungen erst nach dem Trainingslager verkündet werden. Ich bin da entspannt – auch weil ich weiß, dass Frank Baumann überragende Arbeit macht. Gleiches gilt für die Bekanntgabe des Kapitäns. Es ist kein Muss, es in Zell am Ziller offiziell zu machen, kann aber sein, wenn es passt.
Die Werder Mannschaft am Flughafen in Bremen.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 12. Juli 2018, 18:06 Uhr