Schöne Bescherung: Werder schlittert dem Abgrund entgegen

Werder Bremen ist weiter im freien Fall. Im Keller-Duell in Köln unterlag das Kohfeldt-Team mit 0:1 und könnte am Sonntag auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen.

Osako, Klaassen und Friedl stehen ratlos auf dem Spielfeld nach der Niederlage.
Ratlos in Köln: Werder Bremen kassierte gegen den FC die vierte Niederlage in Folge. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Profis von Werder Bremen traten mit düsteren Mienen den Gang zu den Fans an. Allerdings hielten sie Abstand, denn die Enttäuschung bei den mitgereisten Anhängern der Norddeutschen war riesengroß. Die 0:1 (0:0)-Pleite im Kellerduell beim 1. FC Köln war die vierte Niederlage in Folge.

Abstiegskampf pur ist nun für die Werderaner, die nur 14 Punkte auf dem Konto haben und noch auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen können, angesagt: "Alles andere wäre Quatsch", meinte Fin Bartels am Sky-Mikrofon und haderte, "das war heute Not gegen Elend, und den Kölnern fällt ein Ball vor die Füße und machen das Siegtor." Bremens Milot Rashica (83.) hatte vor 50.000 Zuschauern allerdings mit einem Schuss an die Latte Pech. Es scheint sich alles gegen die Bremer verschworen zu haben.

Werder wieder mit Gegentreffer

Trainer Florian Kohfeldt versuchte in der Schlussphase vergeblich, sein Team nach vorne zu peitschen. Am Ende stand eine neuerliche Niederlage, die Talfahrt des SV Werder  geht weiter. Allerdings hatte Geschäftsführer Frank Baumann schon vor dem Anpfiff deutlich gemacht, dass an Coach Kohfeldt an der Weser nicht gerüttelt werde.

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Köln konnte nach dem starken Endspurt mit drei Siegen in der englischen Woche hingegen in besserer Laune Weihnachten feiern. Das Licht im RheinEnergie-Stadion wurde nach dem Abpfiff abgedunkelt, die Fans feierten mit den FC-Kickern, für die am Abend die offizielle Weihnachtsfeier auf dem Programm stand.

Enttäuschende Bremer

Milot Rashica mit schmerzverzerrtem Gesicht beim Foul eines Kölner Spielers.
Schmerzlicher Auftritt: Milot Rashica (links) versuchte es in der Schlussphase mit Offensivvorstößen – scheiterte aber an der Latte. Bild: Imago | Nordphoto

Der Aufsteiger hat als Tabellen-15. nun 17 Punkte auf dem Konto. Jhon Cordoba (39.) schoss den FC mit seinem vierten Saisontor zum Sieg, der Kolumbianer hatte schon am vergangenen Samstag beim 2:0 im Derby gegen Bayer Leverkusen den Führungstreffer erzielt.

Bremen dagegen enttäuschte wie zuletzt beim 0:5 unter der Woche gegen den FSV Mainz 05 auf ganzer Linie. Eine Reaktion nach den letzten schwachen Vorstellungen blieb auch in Köln zunächst aus. Bremen wartete ab und überließ dem FC fast ausnahmslos den Ball.

Werder zu lange lethargisch

Anders die Kölner: Mit dem Selbstvertrauen aus dem Derbysieg gegen Leverkusen und dem Erfolg in Frankfurt (4:2) im Rücken drängte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol aufs frühe Tor. Nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte wäre Ismail Jakobs beinahe erfolgreich gewesen, er verzog aber noch (11.). Cordobas Führungstreffer nach Vorlage von Dominick Drexler war verdient.

Nach der Pause erwachte Bremen langsam aus der Lethargie. Vor allem Rashica versuchte nun, das Spiel an sich zu reißen. Köln stemmte sich mit vereinten Kräften dagegen, zeigte sich vorne aber selbst kaum noch.

Kohfeldt erhöhte das Risiko und wechselte für den angeschlagenen Verteidiger Ludwig Augustinsson den Offensivspieler Fin Bartels ein (67.). Auch Oldie Claudio Pizarro wurde gebracht. Doch Zählbares gab es nicht für die Werderaner.

So reagierten die Fans:

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Tristesse bei Werder vor dem Schickssalsspiel in Köln

Florian Kohfeldt schaut ernst seinen Spieler beim Warmmachen zu.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 21. Dezember 2019, 18:45 Uhr